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Heroin und Ecstasy : Weniger Drogentote in Schleswig-Holstein

vom

29 Menschen starben im Jahr 2016 nach dem Drogenkonsum - 2015 waren es noch 42. Der Trend geht zu Aufputschern.

shz.de von
erstellt am 18.Dez.2016 | 12:56 Uhr

Kiel | Die Zahl der Drogentoten in Schleswig-Holstein ist in diesem Jahr stark zurückgegangen. Bis zum 14. Dezember habe es 29 Drogenopfer gegeben, teilte das Landeskriminalamt (LKA) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Kiel mit. 2015 waren 42 Menschen nach Drogenkonsum gestorben. Die 29 Toten in diesem Jahr entsprechen wieder dem Niveau von 2014 mit damals ebenfalls 29 Drogentoten. Todesdroge Nummer eins war in diesem Jahr wie in der Vergangenheit Heroin.

Das allgemeine Konsumverhalten hat sich nach Darstellung des Landeskriminalamtes verändert - weg von sedierenden Betäubungsmitteln, hin zu aufputschenden synthetischen Drogen wie Amphetamin oder Ecstasy.

Als wichtiges Kriterium für die Entwicklung der Rauschgiftkriminalität betrachtet die Polizei die Zahl der erstauffälligen Konsumenten harter Drogen. Darunter fallen alle, die erstmalig als Konsumenten harter Drogen polizeilich bekannt werden. Ihre Zahl ist seit 2012 bis 2015 von 344 auf 578 pro Jahr gestiegen. In diesem Jahr dürfte die Zahl aber zurückgehen, denn bis Anfang Dezember registrierte die Polizei 457 solcher Erstkonsumenten.

Eine gesetzliche Lücke in der Rauschgiftbekämpfung ist nach Ansicht des LKA jetzt geschlossen werden. Am 25. November trat das Gesetz zur Bekämpfung der Verbreitung neuer psychoaktiver Stoffe (NPSG) in Kraft. „Ein Verbot dieser Stoffe war angemessen und erforderlich“, so dass LKA. Denn die zunehmende Anzahl sogenannter neuer psychoaktiver Stoffe (NPS), auch Designerdrogen, „Research Chemicals“ oder „Legal Highs“„ genannt, stehe seit Jahren zunehmend im Fokus der polizeilichen Beobachtung. Beim Konsum dieser Drogen bestünden Gesundheitsrisiken bis hin zur Lebensgefahr.

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