ESC 2014 : Warum Santiano den Vorentscheid gewinnt

Heute Abend treten die Jungs von der Förde gegen sieben weitere Kandidaten beim Vorentscheid zum Eurovision Song Contest an. An Santiano führt kein Weg vorbei. Wir wissen, wieso.

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13. März 2014, 16:36 Uhr

1. Alle lieben Santiano.
Wer wie Santiano einen Echo in der Kategorie „Volksmusik“ gewinnt und massenhaft Platten verkauft, kann beim Grandprix de la Chanson, pardon: Eurovision Song Contest, nur locker ins Ziel einlaufen. Einzige ernstzunehmende Konkurrenz: Unheilig. Der Facebook-Fan-Vergleich zeigt: 153.563 Fans für Santiano, 1.734.234 für Unheilig. Das wird ganz klar eine knappe Sache.

Santiano: kein altbackener Fiddelfolk, sondern kernige maritime Popmusik.
Santiano: kein altbackener Fiddelfolk, sondern kernige maritime Popmusik.

2. Alter vor Schönheit.
Die Jungs von Santiano sind die ältesten Teilnehmer beim Vorentscheid. Wenn schon nicht die anderen Kandidaten, dann doch bitte die abstimmenden Zuschauer sollten den Herren einen Sitzplatz nach Kopenhagen anbieten. Schon aus Höflichkeit.

Santiano sind die ältesten Teilnehmer beim Vorausscheid.
dpa
Santiano sind die ältesten Teilnehmer beim Vorausscheid.

3. Santiano gefällt auch jeder Gleichstellungsbeauftragten.
2010 gewann Lena für uns den Grand Prix und trat 2011 noch mal an. 2012 versuchte Roman Lob sein Glück. Im vergangenen Jahr stand mit Cascada eine Frau in der Windmaschine. Jetzt sind wieder echte Männer dran - das ist nur fair. Mit Gitarren, Schweiß, Testosteron und so.

Lena Meyer-Landrut beim ESC 2010 in Oslo. Foto: dpa
Lena Meyer-Landrut beim ESC 2010 in Oslo. Foto: dpa

4. Santiano kennt den Weg - und der ist kurz.
Die Flensburger sind seit Jahren schon näher an Dänemark, als alle anderen Teilnehmer des Vorentscheids es jemals schaffen werden. Jeder Anrufer sollte sich bei der Abstimmung zum Vorentscheid klar machen: Schleswig-Holsteiner verstehen die Dänen am besten. Das ist ein Wettbewerbsvorteil im europäischen Vergleich.

Alle Mann an Deck: Pete Sage, Björn Both, Axel Stosberg, Andreas Fahnert und Timm Hinrichsen (v.l.) sind 'Santiano'.
Alle Mann an Deck: Pete Sage, Björn Both, Axel Stosberg, Andreas Fahnert und Timm Hinrichsen (v.l.) sind "Santiano".
 

5. Nach Kopenhagen kann man segeln.
Als traditionsreiche Hafenstadt bietet die Kopenhagen sicher gute Anlegeplätze. Besser könnte ein Auftritt gar nicht starten - und werbewirksam wäre er sicher auch.

Die kleine Meerjungfrau am Hafen in Kopenhagen.
Frank Rumpenhorst
Die kleine Meerjungfrau am Hafen in Kopenhagen.
 

6. Folklore zieht immer. 
Shantys gehören zu Deutschland wie Oktoberfest und Wurst. Und Klischees sind beliebt beim europäischen Liederwettbewerb. „The Fiddler On The Deck“ wird die Menschen in Europa begeistern. Auch, weil das Lied klingt wie Irish Folk. Vor allem aus Irland sind zwölf Punkte - bei einem Gewinn des Vorentscheids, der natürlich nur noch eine Formalie ist - zu erwarten. Ob sogar Szene-Bands wie Flogging Molly und die Dubliners für Santiano anrufen? Nicht unwahrscheinlich, finden wir.

Englishman in Flensburg: Pete Sage
Englishman in Flensburg: Pete Sage

7. Santiano braucht keine Windmaschine.
Glitzeranzüge, Springbrunnen und Tänzerinnen - auf gar keinen Fall. Santiano braucht keinen Plunder, um zu gewinnen. Und Küstenwind bringen die Förde-Fischköppe schon traditionell mit auf die Bühne. Der Auftritt wird nordisch schlicht, ehrlich und grundsolide.

Das irische Doppel 'Jedward' trat 2011 und 2012 beim ESC an.
Das irische Doppel "Jedward" trat 2011 und 2012 beim ESC an.
 
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