Trockenheit im Norden : Waldbrandgefahr wächst weiter

Feuerwehrmänner mussten in den letzten Tagen mehrmals ausrücken, um kleine Brände in den Wäldern zu löschen. Foto: dpa
Feuerwehrmänner mussten in den letzten Tagen mehrmals ausrücken, um kleine Brände in den Wäldern zu löschen. Foto: dpa

Die sonnigen, trockenen Tage der vergangenen Woche zeigen ihre Folgen: Die Waldbrandgefahr im Norden nimmt weiter zu. Auch Schleswig-Holsteins Landwirte hoffen auf Regen.

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28. April 2011, 08:26 Uhr

Mit der anhaltenden Trockenheit hat die Waldbrandgefahr in Schleswig-Holstein noch weiter zugenommen. Die höchste Warnstufe wird für die kommenden Tage für weite Teile der Kreise Nordfriesland, Dithmarschen, Steinburg, Pinneberg, Schleswig-Flensburg, Rendsburg-Eckernförde, Segeberg, Plön und Stormarn erwartet. Darauf verwies am Mittwoch das Landwirtschaftsministerium in Kiel.
In den vergangenen Tagen sei es wiederholt zu Bränden gekommen, die aber rasch bekämpft werden konnten. Der Boden sei noch mit trockenem Laub, Gras und anderen Pflanzenresten des Vorjahres bedeckt, die sich immer noch sehr leicht entzünden könnten. Tau in den Morgenstunden und der jetzt teilweise erwartete Regen könnten die Brandgefahr nur zeitweise verringern.
Trockenheit: Bauern müssen landesweit mit Ertragseinbußen rechnen
Auch Schleswig-Holsteins Landwirte hoffen auf Regen. "Den Kulturpflanzen fehlt die Feuchtigkeit", sagte Daniela Rixen, Sprecherin der Landwirtschaftskammer. Die Felder sind ausgetrocknet.
Besonders sichtbar werde das beim Raps: Er sei im vergangenen Jahr witterungsbedingt zu spät gesät worden und sei jetzt in seiner Entwicklung im Rückstand. Ihm mache die Wasserknappheit daher schwer zu schaffen. Auch das Sommergetreide, das im März und April gesät wurde, benötigt Wasser zum Keimen. Wenn die Trockenheit anhalte, müssten die Bauern landesweit mit Ertragseinbußen rechnen, sagte Rixen.
(dpa, shz)

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