Top 10 auf shz.de : Wacken, eine Raupe und Vatertag: Das wurde im Mai geklickt

Verlassene Orte in SH, ein schrecklicher Unfall auf der B5 und ein Würstchen-Krieg. Das sind nur einige Themen, die unsere Leser im Mai am meisten interessiert haben. Klicken Sie sich durch die Top 10 der meistgelesenen Artikel auf shz.de des vergangenen Monats.

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01. Juni 2014, 12:20 Uhr

1. Verlassene Orte in Schleswig-Holstein

Ein verlassener Ort in Schleswig-Holstein: Die ehemalige Klinik-Ost in Flensburg.
Foto: Gerrit Hencke
Ein verlassener Ort in Schleswig-Holstein: Die ehemalige Klinik-Ost in Flensburg.

Nicht nur auf Facebook, sondern auch in unseren Klick-Charts der Hit: Fotografen, Schatzsucher und Geisterjäger eint eine neue Lieblingsseite. Der Lübecker Student Sebastian Krüger ist vom Erfolg seiner Mitte Mai gegründeten Facebookseite „ Verlassene Orte Schleswig-Holstein“ überwältigt. Noch immer gehen die Gefällt-mir-Zahlen durch die Decke: Seit unser Artikel online ging, ist die Zahl der Fans noch einmal in die Höhe geschnellt. Inzwischen bekennen sich fast 21.500 User zu ihrer Vorliebe für mysteriöse Gemäuer.

2. Hund im heißen Auto gestorben


Sein Schicksal erschütterte unsere Leser: Ein Hund starb Mitte des Monats in einem Auto in Wedel im Kreis Pinneberg. Seine Todesursache war vermutlich Überhitzung, die Scheiben des Wagens waren trotz hoher Temperaturen verschlossen. Seine Geschichte zeigt einmal mehr, wie wichtig Aufklärung ist: Tiere und Kinder sollen vor allem bei heißen Temperaturen nicht im verschlossenen Auto zurück gelassen werden.

3. Die Ruhe vor dem Wacken-Wahnsinn

Organisator Thomas Jensen plant das Wacken Open Air.
Foto: Nagar
Organisator Thomas Jensen plant das Wacken Open Air.

Platz drei gehört den Metalheads. Es ist gar nicht mehr so lange hin, bis das größte Heavy Metal Festival der Welt das verschlafene Dörfchen Wacken überrollt (31. Juli bis 2. August). Obwohl vom baldigen Ansturm der ca. 75.000 Metal-Fans noch nichts zu sehen ist, stecken die Veranstalter bereits tief in den Vorbereitungen des Riesenevents. Derzeit ist Wacken-Organisator Thomas Jensen vor allem mit der Fertigstellung der Running Order beschäftigt.

4. Tödliches Überholmanöver: 24-Jähriger stirbt bei Unfall auf B5

Zeichen  des Mitgefühls: Kerzen, Blumen und Beileidsbekundungen am Ort des schrecklichen Geschehens.
Foto: Bandixen
Zeichen des Mitgefühls: Kerzen, Blumen und Beileidsbekundungen am Ort des schrecklichen Unfalls. Foto: Bandixen

Eine traurige Nachricht zog in diesem Monat große Kreise: Am Morgen des 6. Mai kommt ein 24-jähriger Autofahrer in Nordfriesland ums Leben. Er kann den mit hoher Geschwindigkeit überholenden Unfallverursacher beim Abbiegen nicht sehen, sein Wagen wird von dem BMW erfasst. Für den 24-Jährigen kommt jede Hilfe zu spät – er stirbt noch an der Unfallstelle. Tagelang wird die B5 zu einem Ort der Trauer.

5. Blumen weg vom Bollerwagen

Männer mit Bollerwagen: Ein gewohntes Bild an Vatertagen.
Foto: dpa
Männer mit Bollerwagen: Ein gewohntes Bild an Vatertagen.

Ob Zustimmung oder Ablehnung erntend – unsere Polemik zum Vatertag hat es in die Klick-Top-5 geschafft. Ist es sinnvoll, die trinkende Meute polizeilich zu überwachen oder werden heranwachsende Jugendliche auf diese Weise um ein wichtiges Männlichkeitsritual gebracht? Wird die Kirche den Kampf um ihren Feiertag gewinnen? Was haben eigentlich Frauen am Bollerwagen zu suchen? Diese Fragen boten viel Diskussionsstoff für unsere Leser.

6. Giftige Raupe: Beim zweiten Kontakt Lebensgefahr

Dieses Tier bereitet auch Schleswig-Holsteinern Sorgen.
Foto: Wikipedia
Dieses Tier bereitet auch Schleswig-Holsteinern Sorgen.

Anfang Mai hatten unsere Leser Angst vor einer kleinen Raupe – nicht ganz unbegründet. Der Eichenprozessspinner, eine besonders giftige Raupe, ist nach Schleswig-Holstein eingewandert. Bei Berührung mit den feinen Gifthärchen kommt es zu Hautausschlägen und Entzündungen. Lebensgefährlich kann es beim zweiten Kontakt werden, dann fallen die Reaktionen weitaus heftiger aus. Gezielt bekämpft werden die Raupen in Schleswig-Holstein noch nicht.

7. Würstchen-Krieg hinter der dänischen Grenze?

Mit ihrer Hot Dog-Bude wollen Simon Kolmus (li.) und Sören Jessen ihre ersten Schritte in der Geschäftswelt machen.
Foto: Wanders
Mit ihrer Hot Dog-Bude wollen Simon Kolmus (li.) und Sören Jessen ihre ersten Schritte in der Geschäftswelt machen.

Eine kuriose Rivalität spielt sich kurz hinter der dänischen Grenze ab. Hot-Dog Koryphäe Annie Bøgild, Besitzerin des legendären „Annies Kiosk“ bekommt Konkurrenz in unmittelbarer Nachbarschaft. Zwei junge Dänen eröffnen dort in diesem Jahr den Imbiss „Fjordens Perle“ – nur 50 Meter von Annies Kiosk entfernt. Zwei Lager auch in unserer Leserschaft: Einige begrüßen die Alternative zum überlaufenen Kult-Imbiss, andere zeigen sich traditionsverbunden.

8. PR-Panne: Ariel wirbt mit Hitler-Gruß 88

Diese Packungen wurden bis Montag ausgeliefert. Sie zeigen einen in der Neonazi-Szene häufig benutzten Zahlencode. Die Nummer 88 steht hierbei als Synonym für den in Deutschland verbotenen Hitlergruß.
Foto: Screenshot / @koerperkirmes
Diese Packungen wurden ausgeliefert. Sie zeigen einen in der Neonazi-Szene häufig benutzten Zahlencode. Die Nummer 88 steht hierbei als Synonym für den in Deutschland verbotenen Hitlergruß.

In der Marketing-Abteilung von Procter&Gamble herrscht Anfang Mai Weltuntergangsstimmung. Schuld ist eine ungeschickte WM-Aktion der Waschmittel-Marke Ariel. Auf den Verpackungen im Trikot-Design prangte groß eine „88“ – für 88 Wäschen. Nicht bedacht haben die Werber, dass die Zahl in der Neo-Nazi Szene symbolisch für den Hitlergruß Verwendung findet. Im Zusammenspiel mit dem Deutschland-Trikot ist schnell ein Skandal geboren: Die Internet-Community reagiert mit Spott.

9. Ehepaar ruft Polizei – wegen „Jingle Bells“

Lübeck ist die schleswig-holsteinische Hauptstadt der Weihnachtsmärkte. Auch nach Ostern hörte sich ein Ehepaar aus der Hansestadt ein Weihnachtslied an. Allerdings ungewollt.
Foto: dpa
Lübeck ist die schleswig-holsteinische Hauptstadt der Weihnachtsmärkte. Auch nach Ostern hörte sich ein Ehepaar aus der Hansestadt ein Weihnachtslied an. Allerdings ungewollt.

Es wurde auch weihnachtlich im Mai. Denn eine kleine Meldung ließ unsere Leser schmunzeln: Ein Lübecker Ehepaar fühlt sich Anfang des Monats von weihnachtlichem Gedudel belästigt und ruft entnervt die Polizei. Diese findet heraus, dass nicht etwa die Nachbarn für die besinnliche Lärmbelästigung verantwortlich sind – der Ursprung der Melodie liegt im Kleiderschrank der Eheleute.

10. Vegan leben: Hip, aber auch gesund?

In einer Bio-Schlachterei in Frankfurt gibt es sogar vegane Rouladen aus Soja.
Foto: dpa
In einer Bio-Schlachterei in Frankfurt gibt es sogar vegane Rouladen aus Soja.

Immer mehr Menschen ernähren sich aus ethischen, ökologischen sowie gesundheitlichen Gründen vegan. Auch Gastronomie und Supermärkte stellen sich zunehmend auf diese Zielgruppe ein. Auch unsere Leser interessiert das Thema und unter anderem die Frage, wie gesund die Produkte wirklich sind.
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