SMS „Mainz“ aus 1. Weltkrieg : Vor Helgoland: Taucher sollen Marine-Wrack geplündert haben

Helgolandbesucher erwartet anlässlich des Hafenfestes ein abwechslungsreiches Programm.
Vor der Insel Helgoland lag das Wrack, das die Taucher geplündert haben sollen.

„Störung der Totenruhe vor“ lautet eine Anzeige gegen die Taucher. Sie sind sich keiner Schuld bewusst.

shz.de von
08. September 2015, 14:43 Uhr

Helgoland | Die Bundespolizei ermittelt gegen mutmaßliche Wrackplünderer vor Helgoland. Sie sollen den im Ersten Weltkrieg vor Helgoland gesunkenen Marinekreuzer SMS „Mainz“ geplündert haben.

„Es liegt eine Anzeige wegen Störung der Totenruhe vor“, sagte Bundespolizeisprecher Matthias Menge am Dienstag. Zu den Tatverdächtigen konnte er aber noch keine Angaben machen. „Wir sind noch ganz am Anfang unserer Ermittlungen.“ Zuvor hatten mehrere Medien über den Fall berichtet. Wie Radio Bremen am Dienstag berichtete, sollen Sporttaucher aus den Niederlanden unter anderem die gesunkene „Mainz“ geplündert haben.

Die Taucher seien sich jedoch keiner Schuld bewusst. Sie argumentierten, Wracks vor Helgoland verrotteten doch nur am Meeresgrund. Auf einer Facebook-Seite präsentieren Taucher unter anderem eine geborgene Zielvorrichtung einer Kanone des Schiffs.

Der kleine Kreuzer „Mainz“ war 1914 nahe der Hochseeinsel Helgoland gesunken. Dabei sollen 90 Menschen ums Leben gekommen sein.

Sie mögen Helgoland? Dann wird Sie auch unsere Multimedia-Reportage über die Seenotretter der DGzRS auf dem "Roten Felsen" interessieren. Sie finden die Reportage unter helgoland.shz.de
zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen