Flensburg : Von Baulücken und Schandflecken

Hier gehts voran: Bowling-Arena an der B199 im Westen der Stadt.
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Hier gehts voran: Bowling-Arena an der B199 im Westen der Stadt.

Gebaut wird in Flensburg eine Menge - doch an vielen Stellen in der Stadt geht es nicht voran. Zahlreiche Planungsprojekte in der Stadt verharren zum Teil seit Jahren in den Startlöchern.

shz.de von
10. August 2011, 09:39 Uhr

Flensburg | In Fruerlund wird ein ganzer Stadtteil neu gebaut, am Hafen entsteht ein fester Grund für das Bürohaus "Klarschiff", und in Mürwik wächst eine weitere betreute Wohneinrichtung aus dem Boden. Es wird viel gebaut in der Stadt, doch an vielen Stellen geht es nicht voran - die Top Ten der Bauprojekte in den Startlöchern.
Schottweg / Nordstraße: Das alte Hochhaus ist mittlerweile Teil der Stadtgeschichte, doch eine Neubebauung scheint in weiter Ferne zu liegen. Der städtische Sanierungsträger bemüht sich um einen Verkauf. Ziel ist "ein städtebaulich anspruchsvoller Quartierseingang"; die Fläche soll als Mischgebiet mit zwei- bis dreigeschossiger Bebauung sowie unterschiedlich angeordneten Gebäuden gestaltet werden. "Denkbar ist beispielsweise ein medizinisches Versorgungszentrum mit kleinteiligen Einzelhandelsflächen", so Thomas Hansen, Sprecher des Fachbereichs Umwelt und Planen.
Kaysers Hof: Das Gebäude-Ensemble an der Schiffbrücke verkommt immer mehr und kann nur noch als Schandfleck bezeichnet werden. Die Insolvenz des Besitzers Kay-Uwe Jensen liegt bald ein Jahr zurück. Immer noch wird ein Investor für ein Hotel gesucht, doch auch eine Wohnnutzung sei denkbar, so Hansen. Wichtig sei jedoch immer auch die zusätzliche Schaffung von Parkraum - also ein weiteres Parkhaus für die Innenstadt? Diese Idee ist noch nicht vom Tisch.
Hallenbad: Die Pläne eines Investors für ein ambitioniertes Gesundheitszentrum wurden von der Politik in letzter Minute gekippt. Die Stadt bemüht sich wieder um einen Verkauf. Aber: "Derzeit ist noch nicht absehbar, was in naher Zukunft auf/mit dem Gelände passiert", muss die Stadt feststellen.
Rathausplatz: Die Planung für ein Bürohaus steckt noch in den Kinderschuhen. Die Stadt hat Grünes Licht in Aussicht gestellt, Bedingung ist aber ein Fassadenwettbewerb. Der wird derzeit vorbereitet.
Baugebiet Groß-Tarup und Verlängerung K8 (Hochfelder Landstraße Richtung Osten): Im April 2010(!) hat die Stadt beschlossen, einen Bebauungsplan für den westlichen Teil aufzustellen. Der ist bis heute nicht in den Gremien. Der Grund: Es gab offenbar Probleme mit der Entwässerung. Ein hydraulisches Gutachten musste erstellt werden - das dauerte, liegt aber jetzt vor. Gebaut wird dort mit Sicherheit nicht vor 2012.
Wohnpark Wasserturm: Nach erfolgtem Architektenwettbewerb wird jetzt ein Investor gesucht, der den Siegerentwurf umsetzt. Hierüber muss auch wieder mit dem Eigentümer der Flächen verhandelt werden.
Roxy-Grundstück: Hier hat die Stadt im Januar Grünes Licht für ein ambitioniertes Wohnbauprojekt gegeben. Die Planung steht; womöglich geht es noch im Herbst los, so ein Vertreter des Bauunternehmens Höft.
Skole Gaarden: Unter diesem Titel soll das Eckgrundstück Duburger Straße / Gartenstraße bebaut werden. Über den Stand der Planung konnte die Stadt keine Auskunft geben.
Taruper Hauptstraße: Die Baugenehmigung liegt vor, doch es gab bisher keine Lösung für die Erschließung. Die liegt aber jetzt vor, so der Architekt. Im Herbst könne der Bau beginnen.
Bowling-Center an der B199: Hier haben die Bauarbeiten begonnen, wenn alles gut geht, kann hier schon Ende des Jahres die Kugel rollen.
(pop, shz)

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