Dahme und Boltenhagen : Vier Menschen vorm Ertrinken in der Ostsee gerettet

Dramatische Szenen vor Dahme und Boltenhagen: Drei Angler und ein Surfer sind aus der Ostsee vor dem Ertrinken gerettet worden.

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22. August 2011, 10:41 Uhr

Drei Angler sind mit ihrem Boot am Sonnabend Vormittag in der Ostsee vor Dahme (Kreis Ostholstein) gekentert und konnten nur durch einen dramatischen Rettungseinsatz vor dem Ertrinken bewahrt werden. Alarmiert durch den Notruf von einer Segelyacht fuhren sofort zwei Schiffe der Bundespolizei in das Gebiet, auch ein Hubschrauber wurde in die Rettung eingebunden, teilte die Bundespolizei mit. Zwei der Angler konnten verhältnismäßig schnell aus dem Wasser gezogen werden. Um auch den dritten Mann vor dem Ertrinken zu bewahren, stürzte sich die Kommandantin des Polizeischiffes "Rhön" selbst ins Wasser und zog ihn an Bord. Der schon stark unterkühlte Angler musste an Bord wiederbelebt werden. Er wurde an Land einem Notarzt übergeben. Unklar ist noch, warum das Angelboot gekentert ist.
Auch in Boltenhagen (Mecklenburg-Vorpommern) mussten Retter ins Wasser. Rettungsschwimmer der DLRG haben einem völlig erschöpften Surfer in der Ostsee vor Boltenhagen das Leben gerettet. Der 20-Jährige war am späten Freitagnachmittag bei starkem Wind in die Mecklenburger Bucht rausgefahren und von einer Böe vom Brett gerissen worden, teilte die DLRG am Samstag mit. Beim Sturz in das 16 Grad kalte Wasser wurde er auch noch vom Mast getroffen. Erschöpft und verletzt konnte sich der Surfer bei starken Wellen nicht mehr auf sein Brett ziehen.
Technische Panne erschwerte den Einsatz
Rettungsschwimmer am Strand hörten seine Schreie, schwammen gut 300 Meter durch das stürmische Meer und brachten den Freizeitsportler an Land. Eine technische Panne hat nach DLRG-Angaben die Rettung erschwert: Wenige Minuten vor dem Einsatz sei die Funktechnik auf dem Haupt-Wachturm am Strand von Boltenhagen ausgefallen. Dadurch habe man kein Motorboot zur Rettung anfordern können. Auf den letzten Metern seien die Retter allerdings von einem privaten Bootsbesitzer unterstützt worden.
Die DLRG in Mecklenburg-Vorpommern hat in diesem Jahr nach eigenen Angaben bereits 45 Personen aus lebensbedrohlichen Situationen gerettet und über 1300 Mal Erste Hilfe geleistet.

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