Telefonaktion : Viele Fragen zur Mediation

"Mediation - Ihre Chance auf ein schnelles Prozessende": Rund 300 Anrufer nutzten die Chance, ihre Fragen bei unserer Telefonaktion zu stellen.

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09. März 2011, 09:01 Uhr

Flensburg | Es gab also viel zu tun für unsere Experten Dr. Ulf Kämpfer (Richter am Amtsgericht Kiel), Birte Babener (Richterin am Landgericht Flensburg) und Ulrich Hecht (Richter am Oberlandesgericht).
"Die Mediation ist ein freiwilliges Verfahren, bei dem alle an einem Streit beteiligten Personen zusammenkommen und - von einem Mediator begleitet - einen Lösung für ihren Konflikt finden können", erläuterte Ulf Kämpfer. Das sei außergerichtlich ebenso möglich, wie während eines laufenden Prozesses. Verwaltungsgerichte, Sozialgerichte, Arbeitsgericht oder ordentliche Gerichte - sie alle bieten die freiwilligen Verfahren an, die dann in zwangloser Atmosphäre stattfinden. "Besteht die Bereitschaft zur Mediation, sollte das schon bei einer Klageerhebung erwähnt werden", empfahl Birte Barbener. Kommt es dann zu freiwilligen Verhandlungen ruht der laufende Prozess. Zusätzliche Gerichtskosten entstehen dabei nicht.
Gelingt den Parteien eine Einigung, ist damit auch der Rechtsstreit zuende. "Aber selbst wenn ein Mediationsversuch scheitert, zeigt sich meistens, dass die Gespräche einen Weg geebnet haben, der die gerichtliche Auseinandersetzung erleichtert", hat Ulrich Hecht beobachtet. Zwar bleibt das, was hinter verschlossenen Türen im Mediationsraum besprochen wird geheim. "Die entscheidenden Richter erfahren nichts." Doch die Atmosphäre verändere sich spürbar: "Mediation lohnt sich deshalb immer."
(net, shz)

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