zur Navigation springen

Wölfe in SH : Verwechslung möglich: Diese Hunderassen sehen wie Wölfe aus

vom
Aus der Onlineredaktion

Nächtliches Heulen, gerissene Schafe und verwackelte Fotos : Der Wolf macht in SH von sich reden, doch nicht immer ist der vermeintliche Wolf auch der Herr Isegrim selbst.

shz.de von
erstellt am 10.Mär.2015 | 17:59 Uhr

Der Wolf ist zurück in Schleswig-Holstein und seine Sichtungen nehmen merklich zu. Doch der Hund ist manchmal des Menschen Wolf, sprich: Nicht jedes Tier, das wie ein Wolf aussieht, ist auch einer. Es gibt wolfsartige Hund und es gibt hundeartige Wölfe. Bei einem in Dodau/Ostholstein fotografierten und für einen Wolf gehaltenen Raubtier handelte es sich bei näherer Betrachtung dann doch um einen Hund. Der bei Bordesholm überfahrene „Hund“ war de facto ein Wolf. Der shz.de zeigt Hunderassen, die Wölfen zum Verwechseln ähnlich sehen können.

Der Isegrim

Foto: Imago/By-line

Zunächst ein Foto eines Canis lupus, der auch ein Hund sein könnte. Der Europäische Grauwolf (aufgenommen im Bayerischen Wald) ist der größte Vertreter der Familie der Hundeartigen. Als Rückkehrer in Schleswig-Holstein wird er immer wieder Opfer des motorisierten Straßenverkehrs.

Tschechoslowakischer Wolfhund

Foto: imago/imagebroker

Der Tschechoslowakische Wolfhund hat seinen Ursprung in Kreuzungen von Deutschen Schäferhunden mit Wölfen, die in den 1950er Jahren in der Tschechoslowakei zustande kamen. Die Idee war es, eine neue Hunderasse zu schaffen, die leichter mit Kälte und Schnee zurecht kommt. Er ähnelt dem wolfsfarbenen Deutschen Schäferhund auch durch die hohen Beine und sein Fell. Seine ausgeprägten Fähigkeiten und seine Scheu hat er von den Wölfen geerbt. Teilweise wurden die hochgewachsenen und in der Haltung anspruchsvollen Wolfhunde auch in der Armee eingesetzt, doch ihre Schreckhaftigkeit erwies sich meist als Hindernis.

Saarlooswolfhund

Foto: Screenshot Youtube

Dem Niederländer Leendert Saarloos (* 1884, † 1969) waren zeitgenössische Hunde zu nivelliert. Wie beim Tschechoslowakischen Wolfhund züchtete er einen Wolf in die Rasse ein. Aus der neuen Züchtung sollte eine Gebrauchshundrasse entstehen, die dem Deutschen Schäferhund die ursprünglichen Eigenschaften zurückgibt - nicht nur das häufig graue Fell. Das heutige Erscheinungsbild erinnert kräftig an einen Wolf, die Ohren sind kleiner als die des Schäferhundes. Die sensiblen Saarlooswolfhunde zeigen wie Tschechoslowakische Wolfhunde jedoch Schwierigkeiten, sich an Menschen zu binden, weshalb sie für Anfänger in der Hundehaltung nicht geeignet sind. Menschen gegenüber entwickeln sie keinen Angriffstrieb.

Tamaskan

Foto: Wikipedia

Der Tamaskan, auch Tamaskan Husky genannt, hat seinen Ursprung in Finnland und entstammt grundlegend aus Nordamerika eingeführten Husky-Formen. Er wird von der Fédération Cynologique Internationale nicht als eigenständige Rasse anerkannt. Er wurde explizit mit dem Ziel gezüchtet, eine gehorsame familientaugliche Rasse zu erzeugen, die dem Wolf so ähnlich wie möglich sieht. Dazu gehört natürlich ein dickes Fell, ein buschiger Schwanz und die charakteristische Wolfsmaske. Vom Charakter her gilt der intelligente, arbeitssame Tamaskan als wesentlich wegbarer als Hund-Wolf-Hybride. Rüden können bis zu 50 Kilogramm auf die Wage bringen.

Sibirscher Husky

Foto: imago/imagebroker

Auch der sibrische Husky wird gerne mal mit seine wölfischen Verwandten verwechselt. Jahrhundertelang war das bärenstarke Arbeitstier Begleiter der Völker des sibirischen Nordens. Seine Zucht begann 1910 in Alaska. Merkmale: rechteckiger Körper und blaue, manchmal aber auch bernsteinfarbene Augen. Gemäß seiner früheren Nutzform eignet er sich zum Zugtier für große Lasten. Das die Unterwolle überlappende Deckhaar kann verschiedene Farben haben. Charakterlich unterscheidet er sich in Teilen schon sehr von der wilden, scheuen Form des Wolfes. Er gilt gemeinhin als freundlich, sanftmütig und kontaktfreudig.

Mischlingsformen aller Couleur

Foto: Imago

Mischformen der wolfsähnlichen Geschöpfe können für allerlei Verwirrung sorgen. Hier handelt es sich um einen Wolfshund-Mischling, womöglich mit einem Husky gekreuzt.

Foto: Imago/By-line

Diese niedlichen Wolfswelpen aus Montana ließen sich sicherlich auch als Hunde verkaufen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen