Meldorf : Vermisster Junge vermutlich ertrunken

An einem Flüsschen in Meldorf fand die Polizei am Freitag die Leiche eines seit vier Tagen vermissten 13-Jährigen. Der Junge ist vermutlich ertrunken. In dem Heim für behinderte Jugendliche, in dem der Junge lebte, herrscht Fassungslosigkeit.

Avatar_shz von
23. Dezember 2012, 02:03 Uhr

Meldorf | Der in Meldorf tot aufgefundene vermisste 13-jährige Junge ist nach einem Bericht von NDR 1 Welle Nord vermutlich ertrunken. Der Radiosender beruft sich dabei auf Angaben der Staatsanwaltschaft. Nach ersten Obduktionsergebnissen seien keine Anhaltspunkte auf eine äußere Gewaltanwendung gefunden worden. Die Polizei konnte diese Informationen am Freitagabend weder bestätigen noch dementieren.
Der Junge lebte in einer Wohngruppe für behinderte Jugendliche in Epenwöhrden bei Meldorf im Kreis Dithmarschen und wurde seit Dienstag vermisst. Seine Leiche wurde am Freitagvormittag am Ufer des Flüsschens Miele gefunden, 200 Meter von der Bundesstraße 5 entfernt.

"Er hat sich bei uns wohl gefühlt"

An der groß angelegten Suche nach dem Kind nahmen Polizeitaucher, Suchhunde, die DLRG Hamburg sowie Feuerwehrkräfte teil. Die Kripo machte keine zunächst Angaben, wie der Junge ums Leben gekommen ist. Am Donnerstag hatte die Polizei eine Vermisstenmeldung mit einem Foto des Jungen verbreitet.
Harald Pfannkuch, Geschäftsführer des Kinder- und Jugendheims Villa Kunterbunt in Epenwöhrden, äußerte sich erschüttert: "Wir versuchen unsere Gedanken zu ordnen." Der Junge sei vor einem halben Jahr in die heilpädagogische Einrichtung gekommen. "Er hatte sich inzwischen gut eingelebt und bei uns wohlgefühlt." Das Kind sei lernbehindert gewesen, habe sich aber orientieren können.
Die Villa Kunterbunt ist eine Einrichtung von GBS-sozial, einem gemeinnützigen privaten Dienstleister mit Sozialeinrichtungen in mehreren Bundesländern. "Seit 1997 konzipieren und betreiben wir bundesweit Einrichtungen in den verschiedensten Bereichen. Seniorenresidenzen, Fachkliniken, Einrichtungen für behinderte Menschen und sozialtherapeutische Einrichtungen gehören zum Angebot der GBS", heißt es auf der Homepage.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen