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Hinweis von Spaziergänger : Vermisste Familie aus Drage: Polizei bricht Suche erfolglos ab

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Der tote Familienvater wird im Sommer gefunden. Bei der Suche nach Frau und Tochter tappt die Polizei weiter im Dunkeln.

shz.de von
erstellt am 02.Nov.2015 | 14:33 Uhr

Die niedersächsische Polizei hat am Montag das Elbufer bei Geesthacht nach der seit dem 24. Juli vermissten Sylvia S. (43) und ihrer Tochter Miriam (12) aus Drage (Kreis Harburg) abgesucht. Dabei kamen Leichenspürhunde und Taucher zum Einsatz. Nach mehreren Stunden musste die Aktion bei dichtem Nebel erfolglos abgebrochen werden.

Mutter und Tochter werden seit dem Beginn der Sommerferien 2015 vermisst. Die beiden könnten einer Familientragödie zum Opfer gefallen sein. Der Vater der Familie war Ende Juli bei Lauenburg tot aus der Elbe geborgen worden. Er hatte sich allem Anschein nach selbst getötet und hatte sich einen 25 Kilo schweren Betonklotz an den Körper gebunden. Die Polizei schließt nicht aus, dass er vorher seine Frau und seine Tochter umgebracht hat.

„Es war ein Hinweis eingegangen, den wir ernst genommen haben und dem wir nachgehen wollten. Wir wollen, dass die Angehörigen der Familie endlich Gewissheit haben“, sagte Lars Nickelsen von der in dem Fall zuständigen Polizeiinspektion in Buchholz.

Ein Spaziergänger hatte auf dem Biberpfad zwischen Tesperhude und Schnakenbek im Naturschutzgebiet Hohes Elbufer einen auffällig starken Geruch wahrgenommen. Er vermutete Verwesungsgeruch und informierte die Geesthachter Polizei. Die Beamten gaben den Hinweis an die Ermittler der Sonderkommission (Soko) Schulze in Buchholz weiter.

Die Familie aus Drage wird seit letzter Woche vermisst.
Mutter und Tochter aus Drage werden seit Juli 2015 vermisst. Foto: Polizeiinspektion Harburg
 

An einem kleinen Strand in Tesperhude ließen die Polizisten ihr Einsatzboot zu Wasser, um elbaufwärts in das nur schwer zugängliche Naturschutzgebiet zu gelangen. Doch die Hunde schlugen nicht an und die Taucher fanden auch nichts. „Was wir zur abschließenden Klärung des Falles brauchen, sind neue Hinweise“, sagte Nickelsen.

Schon Mitte Oktober hatte die Polizei die Suche nach den Vermissten wieder aufgenommen.

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