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„Aktenzeichen XY...ungelöst“ : Vermisste aus Drage: Neue Hinweise nach „Aktenzeichen XY...ungelöst“

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Viele Hinweise, aber keine konkrete Spur. Nach dem TV-Beitrag prüft die Sonderkommission die Zeugenaussagen.

shz.de von
erstellt am 13.Aug.2015 | 11:17 Uhr

Hamburg | Im Fall einer verschwundenen Familie aus Drage (Landkreis Harburg in Niedersachsen) haben die Ermittler zahlreiche neue Hinweise aus der Bevölkerung erhalten. Die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY...ungelöst“ hatte sich am Mittwochabend mit dem Thema beschäftigt.

Die Polizei sucht nach der 43-jährigen Mutter und ihrer zwölfjährigen Tochter aus Drage, die seit Ferienbeginn vermisst werden. Die beiden könnten einer Familientragödie zum Opfer gefallen sein. Der Vater der Familie war Ende Juli bei Lauenburg tot aus der Elbe geborgen worden. Er hatte sich allem Anschein nach selbst getötet und hatte sich einen 25 Kilo schweren Betonklotz an den Körper gebunden. Die Polizei schließt nicht aus, dass er vorher seine Frau und seine zwölfjährige Tochter umgebracht hat.

Bislang seien jedoch noch keine konkreten Hinweise eingegangen, die neue Suchaktionen zur Folge haben könnten, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag in Buchholz. Schon während der Sendung riefen einige Zuschauer bei der zuständigen Polizeiinspektion des Landkreises Harburg an. Die Hinweise werden nun von der Sonderkommission geprüft.

Wo wurden Spuren gefunden? Das zeigt unsere interaktive Karte.

Ebenfalls Thema in der Sendung war der Angriff auf eine chinesische Touristin am Hamburger Hauptbahnhof. Nach einem Aufruf der Polizei bei „Aktenzeichen XY...ungelöst“ hat sich möglicherweise ein Zeuge gemeldet. Ein 16-Jähriger habe nach der Ausstrahlung des Fernsehbeitrags am Mittwochabend angerufen und erklärt, er habe das Verbrechen im November 2013 beobachtet, teilte die Redaktion auf ihrer Internetseite mit. Von der Befragung des jungen Mannes erhoffe sich die Kripo nun wichtige Hinweise auf den Täter. Auch viele andere Zuschauer habe der Fall sehr berührt, hieß es.

Die damals 40 Jahre alte Kunstlehrerin war nach Polizeiangaben von einem Unbekannten plötzlich von hinten attackiert worden, als sie vor der Abfahrt ihres Zuges noch spazieren ging und Fotos machte. Der Angreifer zog sie an den Haaren und warf sie zu Boden. Dann versetzte er der Frau mehrere massive Fußtritte gegen den Kopf. Die 40-Jährige kam mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus. Der 25 bis 35 Jahre alte Täter floh.

Für Hinweise, die zur Aufklärung des Verbrechens und der Festnahme des Täters führen, hat die Hamburger Staatsanwaltschaft eine Belohnung von 5000 Euro ausgesetzt.

Die Polizei bittet weiter um Hinweise unter 040 / 42 86 50: Wer hat am Tatort Beobachtungen gemacht? Der Überfall wurde im Bereich Klosterwall, Nummer 8, gegenüber den Deichtorhallen verübt. Wem ist ein Mann aufgefallen, dessen Kleidung oder Schuhe an diesem Tag (17. November 2013) blutbefleckt gewesen sind?

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