Irrfahrt unter Drogeneinfluss : Verfolgungsjagd durch Bayern: Lkw-Fahrer aus SH verletzt fünf Menschen

Nach etlichen Blechschäden und Verletzten konnte erst ein Hubschrauber den 38-Jährigen stoppen.

shz.de von
24. Januar 2018, 12:23 Uhr

Bamberg | Eine Spur der Verwüstung hat ein Lastwagenfahrer aus Schleswig-Holstein bei einer Verfolgungsjagd mit der Polizei in Bayern hinterlassen. Bei seiner Flucht vor den Beamten verletzte der 38-Jährige mindestens fünf Menschen, darunter Polizisten, und beschädigte etliche Autos. Nur mit einem Großaufgebot und unter Einsatz eines Hubschraubers gelang es, den Sattelzug im Landkreis Coburg in Franken zu stoppen und den Mann festzunehmen. Der aus Schleswig-Holstein stammende Fahrer stand unter Drogeneinfluss, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte.

Begonnen hatte das Drama am Dienstagabend, als der 38-Jährige sich einer Kontrolle entziehen wollte. Als Streifenbesatzungen den Lkw anhalten wollten, startete die Verfolgungsjagd.

Im oberfränkischen Landkreis Lichtenfels drängte er zunächst auf seiner Flucht einen anderen Lastwagen von der Straße. Mehrere Polizeifahrzeuge folgten dem Lastwagen ins Stadtgebiet Coburg. Dort fuhr sich der Fahrer in einer Sackgasse fest, Streifenwagen umstellten das Fahrzeug. Doch statt aufzugeben, gab der Fahrer erneut Gas und verschaffte sich rücksichtlos freie Bahn, indem er gegen die Streifenwagen fuhr.

Dann setzte er seine Flucht auf der Bundesstraße 4 in den unterfränkischen Landkreis Haßberge fort. In Maroldsweisach steuerte er sein Gespann vermutlich absichtlich gegen ein stehendes Auto auf der Gegenfahrbahn, der Fahrer wurde glücklicherweise nur leicht verletzt.

Erst der Besatzung des Polizeihubschraubers gelang es, den Fahrer durch den gezielten Einsatz eines Scheinwerfers zu blenden und zum Anhalten zu zwingen. Polizisten schlugen die Scheibe an der Beifahrerseite des Führerhauses ein. Sie zerrten den Fahrer ins Freie und nahmen ihn fest.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert