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Polizei zieht Bilanz : Vatertag mit wenigen Ausschreitungen

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Die Leitstellen der Polizei in Schleswig-Holstein und Hamburg sprechen von einem ruhigen Vatertag. Am Lütjensee flogen Flaschen auf Polizisten.

shz.de von
erstellt am 11.Mai.2013 | 11:05 Uhr

Lütjensee/Neumünster | Schlägereien, mehrere Verletzte und eine sehr aggresive Stimmung. Nach zuviel Alkohokonsuml lief am späten Donnerstagabend eine Vatertagsparty am Lütjensee in Stormarn komplett aus dem Ruder. Mit elf Streifenwagenbesatzungen und sechs Diensthundeführern löste die Polizei die Party auf. Eine größere Gruppe von Jugendlichen widersetzte sich der Räumung, es flogen Flaschen und Bierdosen in Richtung Polizei. Sieben Randalierer nahmen die Polizisten in Gewahrsam. Sie erwartet jetzt ein Anzeige wegen Körperverletzung, Beleidigung und Widerstand.
Drei Polizisten wurden bei den Rangeleien verletzt, blieben aber dienstfähig. Sechs der Randalierer wurden ebenfalls verletzt und am Einsatzort vom Rettungsdienst versorgt. Auch in den vergangenen Jahren waren Vatertagspartys in Lütjensee aus dem Ruder gelaufen ist, doch in diesem Jahr waren die Auseinandersetzungen gewaltsamer als in den Jahren davor.

Gefährliche Körperverletzung in Neumünster


Auch am Einfelder See in Neumünster blieb es nicht ganz ruhig. Nach zwei Jahren Alkoholverbot war das Trinken dort in diesem Jahr wieder erlaubt. Rund 200 zumeist junge Leute konnten damit umgehen und feierten friedlich. Wer zu betrunken war, wurde von der Polizei gar nicht erst an den See gelassen. 16 Männer waren uneinsichtig - für sie endete der Ausflug im Gefangenenbus.
Auf der Kieler Straße wurde ein Mann bei einer Schlägerei verletzt. Laut Polizei begegneten sich gegen 13.45 Uhr zwei Gruppen mit ihren Bollerwagen - und gerieten in Streit. Es kam zu einer Rangelei. Eine Polizeistreife, die zufällig auf ihrem Weg Richtung Einfelder See vorbei kam, griff sofort ein. Ein Mann wurde festgenommen. Es wurde eine Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung geschrieben.

"Das Übliche am Vatertag"


Darüber hinaus wurden den Einsatzleitstellen tagsüber keine größeren Zwischenfälle gemeldet, wie sie am Donnerstagabend berichteten. Einige Körperverletzungen und den "üblichen Unfug" habe es gegeben, aber nichts Schwerwiegendes.
"Wir hatten immer mal wieder ein paar auffällige Personengruppen, aber alles blieb im normalen Rahmen", sagte eine Polizeisprecherin der Leitstelle Nord in Harrislee. Ihre Kollegen von der Leitstelle West in Elmshorn berichteten von "überdurchschnittlich vielen Einsätzen - das Übliche eben am Vatertag".
Ein besonderes Auge hatten die Beamten am Himmelfahrtstag auf übliche Treffpunkte etwa an Grünflächen und Seen geworfen. So war die Hamburger Polizei etwa besonders wachsam im Stadtpark. Auch in Schleswig-Holstein zeigte die Polizei verstärkt Präsenz an Orten, an denen es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Gewaltexzessen gekommen war - etwa am Einfelder oder auch am Bordesholmer See.
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