Sommerferien : Urlaub in SH: Freie Betten an den Küsten

Zu Beginn der Sommerferien bleiben viele Strandkörbe in Schleswig-Holstein wohl noch leer.
Zu Beginn der Sommerferien bleiben viele Strandkörbe in Schleswig-Holstein wohl noch leer.

In einer Woche beginnen die Sommerferien in Schleswig-Holstein. Bislang ist die große Nachfrage in zahlreichen Urlaubsorten ausgeblieben.

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18. Juni 2013, 10:07 Uhr

Kiel | Eine Woche vor Beginn der Sommerferien kommen die Buchungen in Schleswig-Holsteins Urlaubsorten nur langsam in Fahrt: Sie liegen derzeit auf dem Niveau der vergangenen Hauptsaison - und schon die war nicht die beste. Insgesamt schloss das Jahr 2012 im Norden bei den Übernachtungen nur mit einem Plus von 0,2 Prozent. Im Bundesdurchschnitt waren es mehr als drei Prozent plus.
"Für den Juni sieht es bisher nicht gut aus. Wir haben noch viele freie Unterkünfte", berichtet Imke Grotelüschen vom Tourismusservice Fehmarn. Andrea Simons von der Ostseefjord Schlei GmbH teilt mit: "Zwei durch schlechtes Wetter geprägte vorangegangene Sommer und starke Kälte bis in diesen Mai hinein führen dazu, dass die Buchungslage für den Sommer im Augenblick noch nicht wirklich gut aussieht."

Kein einheitliches Bild

In Kellenhusen an der Lübecker Bucht sehen die größeren Vermieter, so Martin Riedel von der zentralen Zimmervermittlung, "eine leichte Verschlechterung im Vergleich zum Vorjahr". Die Lübeck und Travemünde Tourismus GmbH verzeichnet speziell für Ferienwohnungen zwischen dem 19. Juli und 10. August zwar außergewöhnlich viele Reservierungen, nennt die Nachfrage insgesamt aber "noch entspannt". Auf Föhr und Amrum sind, wenn auch bei anziehender Nachfrage, auch im Juli und August noch Quartiere in allen Bereichen zu haben.
Zu den Nordseebädern, die ein gleichbleibendes Niveau wie im Vorjahr verzeichnen, zählen St. Peter-Ording und Büsum. Bei der Tourismuszentrale in St. Peter treffen vereinzelt Stornierungen aus den Hochwassergebieten ein. Moritz Luft von der Sylt Marketing GmbH erkennt überhaupt kein einheitliches Bild: "Die einen sagen, es läuft schlecht, die anderen sagen, es läuft super."

Kiel und Helgoland sind zufrieden

Kiel zeigt sich außergewöhnlich zufrieden. Mit hinein spiele, dass erstmals seit 16 Jahren die Kieler Woche in die Sommerferien fällt. Helgoland nennt seine Sommer-Auslastung "genauso hervorragend wie im Jahr zuvor". Allerdings ist dort ein Großteil der Hotelkapazitäten auf Jahre an die Offshore-Branche vermietet.
Neben den Unwägbarkeiten des Wetters zeigt die Lage für den Vorsitzenden des Tourismusverbands, Dithmarschens Landrat Jörn Klimant, "wie wichtig es ist, dass Schleswig-Holstein seine touristische Infrastruktur weiterentwickelt". Das gelte für die Orte insgesamt, aber auch für Vermieter. Qualität müsse schon bei den Angeboten im Internet transparent sein, sonst gingen die Kunden zur Konkurrenz.
Christian Schmidt, Geschäftsführer der Tourismusagentur Schleswig-Holstein, sagt: "Die Buchungslage für die Sommerferien ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert positiv. Erkennbar ist der anhaltende Trend zu kürzeren Reisen und kurzfristigeren Buchungen. Mit den Temperaturen steigen auch die Anfragen."

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