Ermittlungen : Union gegen Rückflug von "Gorch-Fock"-Crew

Klettern am Bug: Die 'Gorch Fock' bei einem Besuch in ihrem Heimathafen Kiel. Foto: Kiosz
Klettern am Bug: Die "Gorch Fock" bei einem Besuch in ihrem Heimathafen Kiel. Foto: Kiosz

Die SPD will die Besatzung der "Gorch Fock" nach Deutschland fliegen lassen. Die CDU kritisiert die Forderung als "Generalverdacht gegenüber allen Soldaten".

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11. Februar 2011, 10:25 Uhr

Die Union hat die SPD-Forderung zurückgewiesen, die Besatzung des in die Schlagzeilen geratenen Bundeswehr-Segelschulschiffs "Gorch Fock" schnell nach Deutschland zu fliegen. Der Vorstoß der SPD "kommt einem Generalverdacht gegenüber allen Soldaten gleich", kritisierte der verteidigungspolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Ernst-Reinhard Beck (CDU), am Donnerstag in Berlin. "Dagegen wehre ich mich entschieden. Niemandem ist mit einer absichtlichen Dramatisierung der Lage gedient." Zudem sei die SPD-Forderung nicht im Sinne einer soliden Aufklärung.
Der SPD-Verteidigungsexperte Rainer Arnold hatte Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) aufgefordert, die Besatzung schnell per Flugzeug nach Deutschland zu bringen. Die Missstände auf dem Segelschulschiff, auf dem im vorigen November eine junge Kadettin aus der Takelage in den Tod gestürzt war, müssten zügig aufgeklärt werden. "Wir können nicht auf die Rückkehr warten." Die "Gorch Fock" ist auf der Heimreise von Argentinien in ihren Heimathafen Kiel und wird dort Ende April/Anfang Mai erwartet.
(lno, shz)

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