Elmshorn : Unfälle behindern Berufsverkehr auf der A23

Dichter Nebel führte am Mittwochmorgen zu mehreren Unfällen auf der A23. Mehrere Personen wurden leicht verletzt. Viele Pendler mussten sich auf Wartenzeiten einstellen.

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30. November 2012, 10:59 Uhr

Elmshorn | Bei zwei Unfällen, die sich heute früh auf der Autobahn 23 im Kreis Steinburg ereigneten, haben alle Unfallbeteiligten großes Glück gehabt. Eine 24-jährige schwangere Frau aus dem Kreis Dithmarschen, hat außer einem Schleudertrauma keine Verletzungen erlitten. Sie war nach dem Unfall vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht worden.
Beim ersten Unfall, bei dem Sichtbehinderungen durch starken Nebel eine Rolle spielte, wurden vier Autos sind total beschädigt und als nicht mehr fahrbereit abgeschleppt. Dass es hier nur eine leicht verletzte Person gab, ist laut Polizei in Anbetracht des Schadensausmaßes großes Glück. Der Gesamtschaden wird auf etwa 40.000 Euro geschätzt. Der Fahrer eines VW hatte das Lenkrad verrissen, weil er durch ein die Fahrbahn querendes Tier erschreckt worden war. Der Wagen schleuderte an die Außenschutzplanke und blieb auf dem Seitenstreifen stehen.

Mehrere Autos wurden über die Fahrbahn geschleudert

Im dichten Nebel sorgte das plötzlich auftauchende Warnblinklicht an dem Unfallfahrzeug aber für Schrecken bei einer schwangere Frau. Sie verriss nach den ersten polizeilichen Erkenntnissen das Lenkrad. Ihr T4 schleuderte in die Mittelschutzplanke und kam quer zur Fahrbahn zum Stehen. Nun folgende Autofahrer kamen drauf zu, konnten bremsen und kamen heil an dem T4 vorbei. Eine 48-jährige Frau aus Dithmarschen bremste, kam mit ihrem Renault noch rechtzeitig zum Stehen.
Ein nachfolgender Opelfahrer, ein 40-jähriger Mann aus Nordfriesland bremste und schleuderte ebenfalls in die Schutzplanke. Sein Wagen schob mit voller Wucht den Renault auf den T4 der Schwangeren. Beide Wagen (Renault und T4) schleuderten nun über die Fahrbahn. Der Renault wurde derart beschleunigt, dass er erst 30 Meter später wieder zum Stillstand kam. Die polizeilichen Ermittlungen dauern weiter an. Als Unfallursachen vermutet die Polizei nicht den die schlechte Sicht angepasste Geschwindigkeiten und zu geringer Abstand.

Lkw kippte um und verteilte Kies auf der Fahrbahn

Ein weiterer Unfall ereignete sich unmittelbar hinter der Nordostseekanalbrücke. Der vorherrschende Nebel düfte hier keine oder nur eine untergeordnete Rolle spielen. Der 57-jährige Fahrer eines Lkw mit Anhänger verlor auf der abschüssigen Strecke die Kontrolle über das mit zehn Tonnen Kies beladene Gespann. Sein Anhänger hatte sich aus ungeklärter Ursache aufgeschaukelt.
Der Anhänger prallte deshalb rechts gegen die Außenschutzplanke und löste sich vom Lkw. Der Anhänger (mit oben offenem Container) blieb aufrecht neben der Fahrbahn im Grünstreifen stehen. Der Lkw mit Mulde stellte sich auf der Fahrbahn quer und kippte auf die Seite, sodass der Kies herausfiel. An dieser Unfallstelle waren außerdem rund 40 Meter zerstörte Schutzplanken zu sichern. Die Aufräumarbeiten sind am Nachmittag beendet worden. Die Vollsperrung an der Anschlusstelle Schafstedt ist aufgehoben.

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