Drachenbootrennen in Flensburg : Und wieder schäumte die Förde

Danish Dynamite: Paddlerinnen mit Wikinger-Charme. Foto: borm
Danish Dynamite: Paddlerinnen mit Wikinger-Charme. Foto: borm

Trotz des heftigen Regens kamen rund 12.000 Besucher zum Drachenbootcup im Flensburger Hafen. Das Team von BKS war im Finale am schnellsten.

shz.de von
30. August 2011, 11:08 Uhr

Flensburg | Wie so oft, wenn in Flensburg etwas los ist, lag eine geschlossene Wolkendecke über der Stadt, aus der es immer wieder wie aus Eimern schüttete. Für einen echten Flensburger ist das jedoch kein Grund, zu Hause zu bleiben. Geschätzte 12.000 Besucher fanden am Sonnabend den Weg zum achten Drachenbootcup an den Hafen.
Die Flensburger Wirtschaftsjunioren als Veranstalter waren deshalb mit der Resonanz sehr zufrieden. Es herrschte eine tolle Stimmung unter Besuchern und Paddlern. Viele Teams hatten sich mit ihren Kostümierungen sehr viel Mühe gegeben. Denn neben den sportlichen Leistungen zählte auch in diesem Jahr wieder die Kreativität. Und so waren Bob, der Baumeister, Lucky Luke und die Dalton-Bande zu sehen, aber auch Popeye mit seiner Freundin Olive Oyl.
66 Teams am Start
Insgesamt traten 66 Teams an. Mit Kampfgeist und Enthusiasmus ging es an den Start. Verbissen kämpften die Paddler um jede hundertstel Sekunde. Schlachtrufe waren aus allen Ecken und aus den Pagodenzelten zu hören: eine Superstimmung trotz des Sauwetters. Manche Teams brachten ihre eigenen Fanclubs mit. Für alle stand eindeutig der Spaß an der Sache im Vordergrund.
Auch in diesem Jahr gab es ein Charity-Boot mit Stadtpräsident Christian Dewanger als Teamkapitän und Trommler. Die Paddler haben sich mit einer Spende einen Platz im Boot ersteigert. Unterstützt wird in diesem Jahr die Anschaffung eines Transport-Brutkastens und Baby-Notarztwagens durch das Perinatalzentrum. Die Diako ist eines von nur fünf Krankenhäusern, die eine Baby-Intensiv-Versorgung bietet. Dr. Michael Dördelmann: "Das Versorgungsgebiet reicht von Flensburg bis Sylt im Westen und Husum im Süden!" Eine enorme Fläche, die abgedeckt werden muss. Durch Spenden während des Rennens und durch Getränkeverkäufe an Trainingstagen kamen 2215 Euro zusammen. Insgesamt sind aber schon 17.000 Euro eingenommen worden. Bis zum Kaufpreis von 250.000 Euro fehlt jedoch noch etwas Geld. Unterstützt werden die Anschaffung und der Unterhalt durch die Björn-Steiger-Stiftung, die die laufenden Kosten übernimmt.
Die "paddeligsten" Teilnehmer kamen von der Handwerkskammer
In der Siegerehrung räumten die Satruper Unternehmer den Kreativpreis ab als Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer. Passend zum Kostüm sang das Team das Titellied zur TV-Serie. Die langsamste Zeit erpaddelte sich die Mannschaft vom Altstadt-Taxi. Die Handwerkskammer Flensburg stellte das "paddeligste" Team.
Im Finale belegten die "Raffpiraten" der Raiffeisenbank Handewitt den 3. Platz, hinter den "MJ Liners" und dem Team von Beton-Kontroll-System. Team-Mitglied Dirk Büchel: "Wir werden nächstes Jahr wieder gewinnen!" Sie widmen den Sieg ihrem Skipper, der kurz vor dem Rennen ins Krankenhaus musste. Schon jetzt werden Anmeldungen für 2012 entgegen genommen.

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