Flensburg, Schleswig und Lübeck : ...und plötzlich weht Sand über die Fahrbahn

Sandverwehung bei Schuby (Kreis Schleswig-Flensburg). Foto: Dewanger
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Sandverwehung bei Schuby (Kreis Schleswig-Flensburg). Foto: Dewanger

Der Wind bläst kräftig - und plötzlich wird die Sicht schlechter. Von trockenen Feldern wird Sand über die A7 geweht. Auch in Lübeck wird Sand über die Bundesstraße 207 gepeitscht.

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14. April 2011, 08:07 Uhr

"An zwei, drei Stellen kommt es punktuell zu Verwehungen", sagt ein Sprecher der Autobahnpolizei Schuby (Kreis Schleswig-Flensburg). Über die A7 wird beim starken Wind zurzeit trockener Sand von umliegenden Feldern geweht. Deshalb wurden "vorsorglich" Rundfunkdurchsagen veranlasst.
Die Gefahr, dass sich ein Unfall wie am Freitag auf der A19 bei Rostock ereignen könnte, bestehe aber nach Einschätzung der Beamten nicht. Das liege vor allem daran, dass die Sicht nicht komplett beeinträchtig werde, wie es in Mecklenburg-Vorpommern der Fall war.
Sandsturm auch in Lübeck
Auch in Lübeck wurde die Sicht immer wieder beeinträchtigt, weil Sand über die B207 flog. Anrufe besorgter Autofahrer oder Unfälle habe es am Nachmittag nicht gegeben, heißt es aus der Regionalleitstelle Lübeck. "So etwas habe ich noch nie erlebt. Der Wind drückt richtig nach unten", sagte ein Landwirt, der mit seinem Traktor in der Nähe des Flughafens Blankensee unterwegs war. Der Flugverkehr war durch die Verwehungen aber nicht beeinträchtigt.
Ulf Evert vom ADAC Schleswig-Holstein empfiehlt bei einem Sandsturm das gleiche wie bei Nebel: "Licht an, langsamer werden und mehr Abstand zum Vordermann halten. Aber nicht abrupt abbremsen - sonst wird der hintere Verkehr gefährdet." Falls gar nichts mehr zu sehen ist, rechts ran fahren. "Auf der Autobahn so schnell wie möglich den Wagen verlassen und hinter der Leitplanke in Sicherheit bringen", sagt Evert. Dabei natürlich nicht vergessen, die Warnblinkanlage einzuschalten.
(hamo, hg, ge, shz)

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