Hausbrand bei Beate Finckh : Unbekannter an Rauchvergiftung gestorben

Ein Hinweisplakat auf die beschlagnahmte Brandstelle hängt in Drage (Kreis Nordfriesland) an einem Zaun des abgebrannten Bauernhauses der Schauspielerin Beate Finckh.
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Ein Hinweisplakat auf die beschlagnahmte Brandstelle hängt in Drage (Kreis Nordfriesland) an einem Zaun des abgebrannten Bauernhauses der Schauspielerin Beate Finckh.

Der Tote aus dem niedergebrannten Reetdachhaus der Schauspielerin Beate Finckh in Drage ist an einer Rauchvergiftung gestorben. Noch ist aber unklar, wer der Mann ist.

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03. April 2008, 08:04 Uhr

Nach der Obduktion der Leiche aus Drage hat die Kieler Gerichtsmedizin das vorläufige Ergebnis zur Todesursache bekannt gegeben. Demnach ist die Person an einer Rauchvergiftung gestorben. Es fanden sich Rückstände von Kohlenmonoxid im Blut. Ob es sich bei der Leiche um den vermissten ehemaligen Lebensgefährten von der Hauseigentümerin handelt, kann noch nicht zweifelsfrei bestätigt werden, da erst das Ergebnis der DNA Analyse abgewartet werden muss. Sicher ist, dass es sich bei dem Verstorbenen um eine männliche Person handelte. Nach wie vor geht die Polizei von Brandstiftung an dem Haus aus. Die Ermittlungen der Polizei dauern an und gehen in alle Richtungen.
Leichenspürhunde fanden den vollständig verkohlten menschlichen Körper am Dienstag. Das Reetdachhaus der Darstellerin aus TV-Serien wie "Tatort" oder "Derrick" in Drage bei Friedrichstadt war am 25. März nach einer Brandstiftung vollständig niedergebrannt. Passanten hatten damals den mutmaßlichen Täter bemerkt - ein Bekannter Finckhs. Schon unmittelbar nach der Tat gab es Vermutungen, dass dieser Mann tot in der Brandruine liegen könnte. Doch der Verdacht bestätigte sich bei ersten Untersuchungen nicht. Bagger rissen dann die einsturzgefährdet Ruine nieder. Als die Kripo nach einer Woche Fahndung noch keine Spur des Mannes gefunden hatte, durchsuchten die Beamten die mittlerweile ausgekühlte Brandstätte noch einmal gezielt mit sechs Leichenspürhunden.
Beate Finckh hatte das Reetdachhaus vor drei Jahren gekauft und zu einem Feriendomizil hergerichtet. Es bot auf 400 Quadratmetern Wohnfläche und zwei Ebenen bis zu 17 Urlaubsgästen Platz. Der Sachschaden wurde auf mehr als 200.000 Euro geschätzt.

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