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Wasserqualität : Umweltbundesamt: Nord- und Ostsee sind in schlechtem Zustand

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Kein Gewässerabschnitt erreicht die Note „gut“. Schuld daran sollen vor allem Düngemittel sein.

Kiel | Der deutschen Nord- und Ostsee geht es nicht gut. Das geht aus einem Dienstag veröffentlichten Datenbericht des Umweltbundesamts (UBA) hervor. Demnach hat eine Untersuchung der Küstengewässer in beiden Meeren letztes Jahr ergeben, dass die alle fünf Jahre analysierte Umweltqualität in Nord- und Ostsee auf niedrigem Niveau stagniert.

„Die vorläufigen Ergebnisse deuten darauf hin, dass sich der ökologische Zustand gegenüber 2009 nicht grundlegend verbessert hat“, schreibt das UBA. Voraussichtlich habe 2014 „kein Gewässerabschnitt den guten Zustand erreicht“, den die Wasserrahmenrichtlinie der Europäischen Union spätestens bis 2027 vorschreibt. Auch vor fünf Jahren habe gerade mal ein einziger Abschnitt von 72 die Note gut erhalten.

Belastet werden Nord- und vor allem Ostsee durch „übermäßige Einträge von Nähr- und Schadstoffen aus Flüssen“, besonders von Düngemitteln aus der Landwirtschaft. Die Stickstoffe würden zu Algenwachstum führen und dadurch „Fischen und anderen Wasserlebewesen den Sauerstoff rauben“, sagte UBA-Präsidentin Maria Krautzberger Dienstag bei der Vorstellung der Zahlen.

Auf die Bewertung der Badewasserqualität wirken sich die Probleme hingegen nicht aus: Die erfüllt in 98 Prozent der deutschen Badegewässer die europäischen Vorgaben. „Während bei der Untersuchung des ökologischen Zustands die Auswirkungen von Schadstoffen auf die Gewässerbewohner wie Fische, Muscheln oder Schnecken im Vordergrund stehen, geht es bei der Ermittlung der Badewasserqualität um die Belastung mit Bakterien, die für den Menschen gefährlich werden können“, erklärte Krautzberger den Unterschied.

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erstellt am 05.Aug.2015 | 12:18 Uhr

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