Bargteheide : Übung: Massenkarambolage im Sandsturm

Damit im Notfall alles reibungslos läuft: Eine Übung in Bargteheide soll Rettungskräfte auf einen Sandsturm vorbereiten. Foto: Wüst
Damit im Notfall alles reibungslos läuft: Eine Übung in Bargteheide soll Rettungskräfte auf einen Sandsturm vorbereiten. Foto: Wüst

Autos, Lastwagen und ein Reisebus krachen bei einem Sandsturm ineinander - zum Glück nur eine Übung, die die Retter auf den Notfall vorbereiten soll.

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29. Oktober 2012, 09:11 Uhr

Bargteheide | Die größte Massen-Karambolage der vergangenen 20 Jahre in Deutschland ist am Sonnabend Grundlage einer groß angelegten Übung von Feuerwehr und Rettungskräften in Bargteheide. Dort stellen die Bargteheider Feuerwehr und das technische Hilfswerk (THW) zusammen mit Kollegen aus der gesamten Region und den Rettungsdiensten einen Unfall mit mehr als 70 beteiligten Autos, sieben Lastwagen und einem Reisebus nach.

Es soll der gemeinsame Einsatz von Rettungskräften nach einem schweren Verkehrsunfall im Sandsturm geübt werden, wie er sich am 8. April 2011 auf der Autobahn 19 vor Rostock zugetragen hat. Es war eine für Deutschland bis zu diesem Zeitpunkt nicht bekannte Form der Verkehrskatastrophe: Aufgewirbelter Sand der in dichten Schwaden über die Autobahn zog und Auslöser für das Inferno im Sandsturm war.

Bei der Tragödie auf der A19 starben acht Menschen, 100 wurden zum Teil schwer verletzt, 79 Autos, vier Lastwagen und ein Reisebus wurden zerstört oder gingen in Flammen auf. Mehr als 200 Rettungskräfte nehmen an der Übung teil. Bereits am Freitag wurde das Übungs-Szenario im Bargteheider Gewerbegebiet aufgebaut.

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