Flächenbrände : Trockenheit: Getreidefelder in Flammen

Mit Feuerpatschen schlagen Feuerwehrleute die Flammen aus.

Mit Feuerpatschen schlagen Feuerwehrleute die Flammen aus.

Im Süden von SH kommt es immer wieder zu Flächenbränden.

shz.de von
04. Juli 2018, 18:17 Uhr

Worth/Wangelau | Es hört einfach nicht auf: Auch am Mittwoch rückten die Feuerwehrleute im Süden von Schleswig-Holstein wieder aus und löschten zahlreiche Flächenbrände. Unter anderem bei Worth, Wangelau, Reinbek, Berkenthin und Bäk und Glinde (Kreis Stormarn) standen meist Getreidefelder in Flammen. Bei Worth verhinderten die Feuerwehren im letzten Moment, dass die Flammen auf einen Wald übergreifen.

Oftmals ist mühevolle Handarbeit gefragt, um an den abgelegenen Einsatzstellen ohne Löschwasserversorgung die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Tobi Uhrbrock, Gruppenführer von der Worther Feuerwehr, ließ ein Strahlrohr vom Löschfahrzeug zum Schutz des Waldes einsetzen und ließ den Rest der Mannschaft mit Feuerpatschen die Flammen ausschlagen. Dabei sind an Holzstielen Stahlstreifen befestigt, mit denen man das Feuer ausklopfen kann. Problem dabei: Der starke Wind, der aktuell herrscht, entfacht manchmal wieder neue Brände aus verbliebenen Glutnestern.

An der Einsatzstelle halfen neben Feuerwehrleuten aus Worth, Hamwarde und Brunstorf auch Landwirte. Einer zog mit einem Grubber eine Schneise ins Stoppelfeld, ein zweiter Landwirt hatte einen mit Wasser gefüllten Tankanhänger dabei, mit dem er den Rand des Flächenbrandes bewässerte.

Zurzeit sind zeitgleich oftmals in mehreren Himmelsrichtungen Rauchwolken zu sehen. Die steigen teilweise mehrere Hundert Meter hoch auf. Dadurch lassen sich auch Hinweisgeber irritieren, die per Notruf Feuer melden, die ganz woanders sind als vermutet wird. Seit Sonnabend hat es mittlerweile im Süden des Landes fast 50 Flächenbrände gegeben – und ein Ende der Brandgefahr ist aufgrund anhaltender Trockenheit nicht absehbar.

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