Traditionschiffer protestieren

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25. Juni 2013, 03:59 Uhr

Kiel | Besitzer von Traditionsschiffen sind von vielen Auflagen befreit. Doch dies soll sich ändern - es fängt damit an, dass sie nachweisen müssen, dass ihr Schiff auch wirklich Geschichte hat. Weil die für die Einstufung zuständige Berufsgenossenschaft für Transport und Verkehrswirtschaft (BG Verkehr) zu streng geworden sei, droht vielen Traditionsschiffen das Aus, sagt der Vorsitzende der Gemeinsamen Kommission für historische Wasserfahrzeuge, Thomas Hoppe. "Die BG Verkehr hat beschlossen schärfer hinzugucken, insbesondere bei dem Punkt der sogenannten Historizität", so Hoppe weiter.

Aktuell schlägt das Bildungsschiff "Lovis" Alarm, das während der Kieler Woche in der Landeshauptstadt angelegt hat (Foto). Schulklassen und Jugendgruppen segeln mit ihm auf Ost- und Nordsee. Nach Angaben des Betreibers, eines gemeinnützigen Vereins, wurde für die "Lovis" ein Schiffsrumpf von 1897 restauriert. Zusammengebaut hat sie der Verein aber erst 1999 - Vorbild war der alte Frachtlogger "Wilhelm Lühring". Ob die "Lovis" damit historisch genug ist, wird mittlerweile angezweifelt. "Unsere Arbeit könnten wir nicht mehr in dieser Form fortführen", sagt Katriona Dannenberg, eine der ehrenamtlichen Skipperinnen. Die Fahrterlaubnis gelte nur noch bis zum 30. Juni.

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