Ratzeburg : Toter Mann aus Küchensee geborgen

Die Rettungskräfte der DLRG bargen den toten Mann. Foto: Nimtz
Die Rettungskräfte der DLRG bargen den toten Mann. Foto: Nimtz

Eine Frau entdeckte in Ratzeburg ein im Schilfgürtel treibendes Boot entdeckt, ein Spaziergänger sah die Leiche im Wasser.

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07. Juli 2013, 10:24 Uhr

Ratzeburg | Die Rundfahrt mit einem Elektroboot auf dem Ratzeburger Küchensee im Kreis Herzogtum Lauenburg ist am Freitagmittag für einen 50-jährigen Ratzeburger tödlich ausgegangen. Der Unfall ereignete sich gegen 11.20 Uhr auf dem Küchensee etwa 300 Meter von der Badestelle Aqua Siwa entfernt. Eine Zeugin entdeckte das im Schilfgürtel treibende Boot unterhalb vom Krankenhaus, ein anderer Spaziergänger im Kurpark sah die leblos im Wasser treibende Person. Beide informierten gleichzeitig die Polizei, die daraufhin sofort die DLRG und einen Notarzt alarmierte.
Nach ersten Erkenntnissen war der 49-jährige Ratzeburger offenbar allein und ohne Schwimmweste mit dem Elektroboot auf dem Küchensee unterwegs. "Die DLRG war innerhalb von zehn Minuten mit zwei Rettungsbooten am Unglücksort und hat den leblos im Wasser treibenden Mann in eines der beiden Boote gezogen und sofort mit der Reanimation begonnen", sagte der stellvertretende technische Leiter der DLRG Nils Bleeg. Die Bootsbesatzung brachte den Mann dann sofort zur Badestelle Aqua Siwa, wo die Reanimation bis zum Eintreffen des hauptamtlichen Rettungsdienstes fortgesetzt wurde. Der alarmierte Notarzt konnte trotz aller Bemühungen der ehrenamtlichen Rettersschwimmer nur den Tod des Mannes feststellen. Wie es zu dem Unglück kam, ist noch völlig unklar.
"Der Mann der schon öfter bei uns ein Boot gemietet hat, kam gegen 8.45 Uhr am Morgen zu mir und fragte mich ob er sich auch heute für eine Stunde oder etwas länger ein Boot ausleihen könne", berichtet Peter Morgenroth, Besitzer der der gleichnamigen Segelschule und Bootsvermietung in Ratzeburg. "Ein Elektroboot ist aufgrund der zahlreichen Auftriebskörper unsinkbar und eine Schwimmwestenpflicht gibt es daher für solche Boote nicht." Das Elektroboot wurde durch einen Mitarbeiter der Bootsvermietung abgeholt und von der Kriminalpolizei untersucht.

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