Ermittlungen : Torfkahn-Unfall war "Verkettung unglücklicher Umstände"

Feuerwehrleute sichern den gekenterten Kahn am Ufer. Foto: dpa
Feuerwehrleute sichern den gekenterten Kahn am Ufer. Foto: dpa

Panik der Passagiere hat zum Kentern des Torfkahns bei Worpswede geführt. Das haben erste Ermittlungen ergeben. An Bord war eine Landfrauengruppe aus dem Kreis Segeberg.

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15. August 2008, 06:48 Uhr

Der tödliche Unfall mit einem Torfkahn in der Nähe des niedersächsischen Künstlerdorfes Worpswede war nach bisherigen Ermittlungen eine Verkettung unglücklicher Umstände. Beim Kentern des Bootes auf dem kleinen Fluss Hamme war am Mittwoch eine Frau ertrunken. Vier weitere Menschen wurden verletzt. In den Kahn sei Wasser eingedrungen, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Verden. Die Ausflügler hätten sich daraufhin alle auf eine Seite gestellt, und das Boot sei gekippt.
Der Torfkahn habe ein Loch für einen nachträglich eingebauten Motor, erklärte die Sprecherin. Es sei normal, dass an dieser Stelle etwas Wasser ins Boot eindringe. Eine Wand verhindere, dass es zu den Fahrgästen gelange. Aus noch ungeklärter Ursache sei das Wasser aber beim Anlegen über die Abtrennung geschwappt. Die Ausflügler seien daraufhin nicht wie gebeten auf ihren Plätzen geblieben. Nach Augenzeugenberichten waren sie in Panik geraten. Das Boot kippte schließlich um, die Passagiere fielen ins Wasser.
Der Fluss ist an der Unglücksstelle etwa 1,80 Meter tief. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wird weiter geprüft, ob der Skipper einen Fahrfehler beging. Gegen den 79-Jährigen wird wegen fahrlässiger Tötung ermittelt.

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