Giftgas-Alarm in Lübeck : Tongefäße enthielten Tränengas

Entwarnung im Fall des Lübecker Giftgas-Alarms: Bei dem Stoff handelt es sich um Tränengas aus der Zeit des ersten Weltkrieges. Die Tongefäße wurden sichergestellt.

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31. Oktober 2009, 05:56 Uhr

Nach dem Fund von zwölf Tongefäßen mit ätzendem Inhalt auf einer Lübecker Baustelle haben die Behörden am Freitag zunächst Entwarnung gegeben. Bei dem Stoff handele es sich um Tränengas aus der Zeit des ersten Weltkrieges, teilte das schleswig-holsteinische Innenministerium am Freitag mit. Die Tongefäße waren am Donnerstag bei Bauarbeiten auf dem Gelände einer ehemaligen Kaserne entdeckt worden. Sie wurden noch am Abend aus dem Boden geholt und an einen sicheren Ort gebracht, wie die Polizei berichtete. Am Montag soll eine Spezialfirma damit beginnen, die Behälter zu entsorgen und das verschmutzte Erdreich an der Fundstelle auszutauschen.
Außerdem solle an der Fundstelle nach möglichen weiteren Reizgasbehältern gesucht werden, teilte das Innenministerium mit. Am Donnerstag hatte die Polizei vorsorglich die umliegenden Wohn- und Geschäftshäuser evakuiert, weil ein Bauarbeiter nach Einatmen des Gases über Übelkeit geklagt hatte. Die Betroffenen konnten noch am Donnerstagabend in ihre Häuser zurückkehren.

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