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Silvester im nördlichen SH : Tödlicher Verkehrsunfall und Geisterfahrerin

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Unfälle im Norden Schleswig-Holsteins: In Leck kommt ein Autofahrer am Neujahresmorgen von der Straße ab und stirbt. Auf der A7 wird beim Einsatz wegen einer Geisterfahrerin ein Polizeiwagen gerammt. In Schleswig werden vier Menschen, in Langballig sieben verletzt.

Um 6.20 Uhr kommt ein 21 Jahre alter Autofahrer auf der Straße Leckfeld-Nord (L246) zwischen Leck und Süderlügum in einer Linkskurve von der Fahrbahn ab. Er prallt frontal gegen einen Baum, sein Auto wird in zwei Teile gerissen, teilt die Rettungsleitstelle in Harrislee mit. Trotz eingeleiteter Reanimation stirbt der junge Mann an der Unfallstelle. Die Unfallursache ist unklar.

Bereits am Silvesterabend gegen 18.45 Uhr gab es in Langballig einen schweren Unfall auf der Hauptkreuzung im Verlauf der Nordstraße. Ein Volkswagen und ein Mercedes sind frontal zusammengeprallt, der Golf wurde durch die enorme Wucht in die Böschung geschleudert. Drei Schwerverletzte wurden in Krankenhäuser gefahren, vier weitere Verletzte können vor Ort behandelt werden. Die B199 musste für rund zwei Stunden im Bereich Langballig gesperrt werden, Autofahrer wurden von den Einsatzkräften örtlich umgeleitet. An den beiden Autos entstand Totalschaden.

Um 20.45 Uhr hatte die Autobahnpolizei in Höhe Schleswig/Schuby einen größeren Einsatz. Grund war eine Geisterfahrerin auf der A7. Die Frau fuhr in einem Peugeot mit spanischem Kennzeichen in Richtung Süden auf der Seite in Richtung Dänemark. Sie konnte nur „durch eine Vollsperrung mittels mehrerer Streifenwagen und technischer Hilfsmittel“ gestoppt werden, wie es in der Polizeimeldung heißt. Die 38-Jährige hatte 1,55 Promille Atemalkohol. Der Fahrer eines Mercedes Kombi erkannte die Polizeisperre offenbar nicht – er durchbrach die Absperrung, prallte gegen einen Streifenwagen, legte eine große Hinweistafel um und wurde auf die Leitplanke geschleudert. Glücklicherweise hatten die Polizeibeamten das Fahrzeug kurz zuvor verlassen. Zwei der Beamten wurden jedoch verletzt, als sie sich in Sicherheit bringen wollten – kurz bevor der Mercedes den Polizeiwagen rammte. Der 77 Jahre alte Mercedes-Fahrer wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.

Anschließend stellte sich heraus, dass der 38-jährigen Geisterfahrerin die deutsche Fahrerlaubnis bereits gerichtlich entzogen worden ist. „Sie legte den Polizeibeamten einen Führerschein aus der Schweiz vor. Dieser wurde vor Ort beschlagnahmt und ein Strafverfahren wegen Trunkenheit im Straßenverkehr und Fahrens ohne Fahrerlaubnis eingeleitet“, teilt Polizeisprecher Markus Langenkämper mit.

Die Ruhe für die Einsatzkräfte währte nicht lange. Kurz vor ein Uhr krachte es in Schleswig an der Kreuzung Ilensee/Karl-Imhoff-Straße. Dabei wurden vier Menschen verletzt, einer von ihnen schwer. Nach ersten Ermittlungen der Polizei war eines der am Unfall beteiligten Autos auf der vorfahrtberechtigen Straße unterwegs, als ein zweites Auto die Kreuzung queren wollte. Es kam zu einem gewaltigen Zusammenstoß zwischen dem BMW-Geländewagen und einem älteren Alfa Romeo. Durch den Aufprall wurde der Alfa nehzu vollständig zerstört und rund 30 Meter weiter geschleudert, bevor er in der Straßenböschung liegenblieb. Einen Mitfahrer im Alfa musste die Feuerwehr über die Heckklappe befreien. Der Fahrer des BMW wurde leicht verletzt. Unklar ist bislang auch noch, welches der Fahrzeuge den Unfall verursachte. Beide Autos wurden total beschädigt und mussten abgeschleppt werden.

Für die Berufsfeuerwehr Flensburg und die Freiwilligen Feuerwehren der Stadt war der Jahreswechsel ansonsten relativ ruhig. Die Löschkräfte mussten nur einmal zu einem Carport-Brand im Stadtteil Mürwik ausrücken. Der Rettungsdienst war hingegen bis in den Neujahrsmorgen im Dauereinsatz. Mehrere Personen mussten teils mit schweren Verletzungen an Gesicht und Händen in die Krankenhäuser eingeliefert werden, verursacht durch unsachgemäßen Umgang mit Feuerwerkskörpern.

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erstellt am 01.Jan.2014 | 10:13 Uhr

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