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Traurige Unfallbilanz : Todesfalle B5: Seit April starben acht Menschen

vom

Die Bundesstraße 5 gehört zu den gefährlichsten Straßen in SH. Immer wieder kommt es zu schweren Unfällen. shz.de zeigt, wo.

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erstellt am 17.Nov.2014 | 13:51 Uhr

Von der Bundesstraße 5 kommen immer wieder Schreckensnachrichten: Erst am Montagmorgen meldete die Polizei einen tödlichen Unfall. Bei Schmedeswurth geriet Mazda-Fahrer aus ungeklärter Ursache auf die Gegenfahrbahn und prallte frontal mit einem Lastwagen zusammen. Der 27 Jahre alte Pkw-Fahrer starb noch an der Unfallstelle. Und er ist nicht der einzige. 2014 starben schon acht Menschen auf der B5 in Schleswig-Holstein. Insgesamt ereigneten sich 15 schwere Unfälle. 13 Menschen wurden schwer verletzt.

Die B5 führt vom dänischen Grenzübergang Böglum/Sæd in Nordfriesland durch Dithmarschen bis nach Itzehoe, wo sie in die Autobahn 23 übergeht. Die Strecke zwischen Husum und Heide scheint besonders gefährlich zu sein. Auf einem etwa 20 Kilometer langen Abschnitt starben 2014 bei sechs Unfällen sieben der acht B5-Toten. Die Ursachenforschung zeigt kein allgemeines Muster. Zweimal wurden Autos beim Abbiegen übersehen. Immer wieder werden deshalb Stimmen laut, die das linksseitige Abbiegen in kleine Nebenstraßen, bei denen keine Abbiegespur auf der B5 besteht, zu untersagen. Zwischen Husum-Süd und Witzwort bestehen vier solcher Stellen. Bei vier der sechs tödlichen Unfälle gerieten die Fahrzeuge in den Gegenverkehr. Der Grund dafür konnte nicht geklärt werden.

Zwei der tödlichen Unfälle fallen in den Bereich der Polizeidirektion Itzehoe. Sprecherin Merle Neufeld erklärt: „Wir analysieren jeden Unfall ganz genau, aber viel mehr tun, als die Autofahrer zur Vorsicht aufzurufen, können wir nicht.“

Der nördliche Teil der B5 gehört zum Einsatzgebiet der Polizeidirektion Flensburg. Die Beamten verzeichnen im Vergleich zu anderen Straßen im Norden eine Verkehrsunfallhäufung, bestätigt Sprecher Matthias Glamann. „Im Verlauf der B5 werden zum Beispiel die Einmündung B5/K7 (Bäderstraße) bei Risum-Lindholm oder die Einmündung B5/Behmweg bei Witzwort als Unfallhäufungsstelle bewertet“, so Glamann. Ein Unfallort wird dann als Unfallhäufungsstelle bewertet, wenn innerhalb einer definierten Zeit eine definierte Anzahl bestimmter Unfallereignisse zu verzeichnen sind. Auf der B5 habe es 2013 insgesamt 113 Unfälle gegeben: 70 davon mit Personenschaden, davon 105 Leichtverletzte, 27 Schwerverletzte und drei Tote. 2014 wurden bislang bereits 100 Unfälle registriert, 70 davon mit Personenschaden, davon 92 Leichtverletzte, 28 Schwerverletzte und vier Tote.

Diese interaktive Karte zeigt die schweren und tödlichen Unfälle auf der B5:

Beim Klick auf die Symbole erfahren Sie mehr über den jeweiligen Unfall.

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