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Kommentar : (Tier-)Liebe mit Vernunft

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Grenze zwischen freilaufenden und wildernden Haustieren fließend. Die Verantwortung für das Tier liegt beim Besitzer. Ein Kommentar von Dieter Schulz.

von
erstellt am 27.Apr.2014 | 12:10 Uhr

Der Hundeprofi Martin Rütter bringt es auf den Punkt: Über den Hund oder auch die Katze hört man von Herrchen oder Frauchen kein böses Wort. Über den jeweiligen (Ehe-)Partner dagegen – kein Problem! Und warum? „Weil wir die Tiere lieben und sie deshalb verklären.“ Und diese Emotionen sind es auch, die den Streit zwischen Jägern und Tierbesitzern so unversöhnlich machen.

Natürlich ist die Grenze zwischen freilaufenden und wildernden Haustieren fließend, aber kein Katzenfreund kann ernsthaft behaupten, dass es sich bei den im Jagdjahr 2012/13 erschossenen 5401 Katzen ausschließlich um harmlose Stubentiger auf Abwegen gehandelt hat. Im Gegenteil. Das Problem ist die fast ungebremste Vermehrung der Katzen, die erst als Liebling angeschafft und dann als lästiges Übel ausgesetzt wurden.

Wer sich bewusst für einen Hund oder eine Katze als Haustier entscheidet, dessen Lebensqualität steigt durch diese Beziehung. Das ist unstrittig. Aber Herrchen oder Frauchen übernimmt auch Verantwortung – für das Tier, das Zusammenleben in der Nachbarschaft und den Schutz anderer Tiere. Das fängt beim Beseitigen der sogenannten „Tret-Minen“ an und hört bei einer bewussten Geburtenkontrolle auf.

Dann müssen Jäger auch nicht mehr auf „Wilderer“ anlegen, sondern können den schönen und sorgenfreien Seiten des Waidwerkes frönen. Und weder Herrchen noch Frauchen müssen um ihren Liebling weinen.

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