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Rader Hochbrücke : Teuerster Einsatz für die Polizei in SH

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

43 Beamte sorgen jeden Tag dafür, dass sich kein Fahrzeug über 7,5 Tonnen der Rader Hochbrücke nähert. Die Kosten, die dieser Einsatz verschlingt, sind immens.

Kiel | Die Kontrolle der Rader Hochbrücke dürfte wohl der teuerste Einsatz in der Geschichte der Polizei werden. Derzeit sind nach Angaben der Gewerkschaft der Polizei (GdP) 43 Beamte an sieben Tagen in der Woche im Dienst – voraussichtlich für vier Monate. Lege man Personalkosten von 50.000 Euro pro Beamten zugrunde, führe das zu einem „deutlichen Überschreiten der Millionengrenze“. Deshalb fordert die GdP zusätzliche Gelder für den Polizeihaushalt. Zumal die Einsatzorte an den Autobahnauffahrten sowohl in beiden Richtungen der A7 als auch in Richtung Kiel mit Schutzhäuschen, Containern, Toiletten, Stromaggregaten und Lichtanlagen ausgerüstet wurden.

Wie berichtet, kontrollieren die Beamten das Lkw-Fahrverbot über die Kanalbrücke, die wegen statischer Probleme der maroden Betonpfeiler für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen gesperrt ist. Laut GdP reißen Klagen der Beamten über Schmutz, Lärm und Abgas sowie immer noch uneinsichtige Kraftfahrer nicht ab. Zudem gebe es trotz mehrsprachiger Informationsblätter Verständigungsschwierigkeiten beispielsweise mit südosteuropäischen Lkw-Fahrern. Nach wie vor überschreitet ein Drittel der Autofahrer die Höchstgeschwindigkeit von 60 Kilometer pro Stunde. Besonders gefährlich sei die Situation für die Beamten, wenn Lkw in die Absperrung führen und dann umständlich zurückgelotst werden müssten.

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erstellt am 31.Okt.2013 | 16:33 Uhr

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