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Nach Messerstecherei : Tatverdächtige wieder auf freiem Fuß

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Brutale Messerattacke in Rantrum: Ein Mann wurde am Rande der Beerdigungsfeier für die Opfer des Unfalls auf der A23 schwer verletzt. Die zunächst tatverdächtigen Husumer sind wieder auf freiem Fuß.

Rantrum | Dramatische Szenen spielten sich Sonnabendnachmittag in Rantrum (Kreis Nordfriesland) ab. Am Rande der friedlichen Trauerfeier für die drei Todesopfer des schweren Verkehrsunfalls auf der A23 kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Teilnehmern aus Husum und einem 35-Jährigen aus Schleswig - nach ersten Einschätzungen der Polizei aus persönlichen Gründen. Ein inhaltlicher Zusammenhang mit der Trauerfeier sei auszuschließen.

Der Verdacht der versuchten Tötung richtete sich zunächst gegen die beiden Männer aus Nordfriesland. „Die Husumer stachen mehrfach mit einem Messer auf den Schleswiger ein. Dieser wurde dabei schwer verletzt“, sagte Matthias Glamann, Pressesprecher der Polizeidirektion Flensburg am Sonnabend gegenüber dem sh:z. Am Sonntag teilte die Flensburger Polizei mit, dass die sich die beiden festgenommenen Männer wieder auf freiem Fuß befinden. Ein dringender Tatverdacht sei nicht zu begründen, Motiv und Sachlage weiterhin unklar. Die Ermittlungen der Kripo Flensburg dauern an.

Der verletzte Schleswiger, der am Sonnabend vor Ort von Notarzt und Rettungskräften stabilisiert und mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht wurde, befindet sich aktuell nicht mehr in Lebensgefahr.

Zu der Beerdigung waren rund 600 Trauergäste aus der ganzen Bundesrepublik und anderen europäischen Ländern angereist. Die Feier fand in einer Halle neben dem Sportplatz statt. Die drei Betrauerten gehörten einer armenischen Familie aus Husum an. Zwei von ihnen waren am Montag bei dem schweren Unfall auf der Störbrücke im Zuge der A23 bei Itzehoe ums Leben gekommen.

Ein mit drei Erwachsenen und vier Kindern besetzter Wagen war an jenem Morgen in den Gegenverkehr geraten und frontal mit einem anderen Auto zusammengestoßen. Dabei waren eine 36-jährige Frau und ihr sechsjähriger Sohn ums Leben gekommen.

Bundesweit Schlagzeilen machte der Unfall auch, weil ein weiteres Opfer, die Mutter der 36-Jährigen, von den Rettungskräften vor Ort für tot erklärt wurde. Auf dem Weg in die Pathologie in Itzehoe bemerkte der Bestatter dann, dass die 72-Jährige noch lebte. Sie wurde auf die Intensivstation gebracht, erlag aber am Mittwoch ihren schwersten Kopfverletzungen.

Was genau den Unfall verursacht hat, steht noch nicht fest. Der Wagen wurde von dem 18-jährigen Enkel gesteuert, er wurde bei dem Crash lebensgefährlich verletzt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

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erstellt am 07.Sep.2013 | 19:41 Uhr

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