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Stille Feiertage : Tanzverbot am Karfreitag in SH: Veranstaltungsflaute? Pustekuchen!

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Gründonnerstag und Karfreitag ist in Schleswig-Holstein keineswegs „tote Hose“ – trotz Tanzverbot.

shz.de von
erstellt am 23.Mär.2016 | 14:28 Uhr

Kiel | Der Landtag in Schleswig-Holstein hat im Januar das Tanzverbot für die sogenannten stillen Feiertage gelockert. Am kommenden Karfreitag ist Premiere für die neuen Regelungen. Laut Beschluss gilt es künftig von Freitagmorgen 2 Uhr bis Sonnabendmorgen 2 Uhr. Bisher galt das Verbot am Karfreitag von 0 bis 24 Uhr. 

Das Tanzverbot betrifft alle öffentlichen Veranstaltungen, die dem ernsten Charakter der stillen Feiertage nicht entsprechen. Zusätzlich sind öffentliche Versammlungen und Aufzüge untersagt, die nicht mit Gottesdiensten zusammenhängen. Der Lockerung der Feiertagsregelung ging eine mehrjährige Debatte voraus. Die Piraten in Kiel stießen sie im Jahr 2013 neu an.

Für einige Disco-Betreiber in Schleswig-Holstein lohnt es sich kaum, ihre Läden zu öffnen. In der Nacht von Gründonnerstag auf Karfreitag bereits um 2 Uhr zu schließen lohnt sich ebenso wenig, wie am Sonnabendmorgen erst um 2 Uhr (statt bisher um Mitternacht) zu öffnen. Kinos, Theater, Opern, Kabarett, Literaturlesungen, Poetry Slams und Musikkonzerte dürfen am Gründonnerstag bis in die Nacht stattfinden.

Doch wie sieht es an Karfreitag aus im Land. Wo gibt es Veranstaltungen? Eine Auswahl:

Flensburg

Im Kühlhaus in Flensburg finden am Donnerstag und Freitag keine Veranstaltungen statt. Am Sonnabend wird hier aber wieder aufgelegt. Ab 23 Uhr lädt das Kühlhaus zum „Fantasy Psyland“.

Im Kulturzentrum Volksbad finden am kommenden Wochenende keine Veranstaltungen statt. Los geht es erst wieder am darauffolgenden Wochenende.

Auch im Max finden am Donnerstag und Freitag keine Partys statt. Erst am Sonnabend ab 23 Uhr gibt es House-Musik.

In der Study Lounge wird am Freitagabend der „Freaky Friday“ gefeiert. Dort heißt es allerdings ausdrücklich: „Wir halten uns an die Bestimmungen des gesetzlichen Feiertages“. Zwar ist um 23 Uhr Einlass, die Tanzfläche wird aber erst um 2 Uhr gestürmt werden.

Im Deutschen Haus in Flensburg beschränkt man sich auf den Ostersamstag und Ostersonntag. Hier finden jeweils Partys statt.

Kiel

Das „Tucholsky“ in Kiel hält es mit dem Feiertagsverbot so:

Tucholsky am Karfreitag.

Tucholsky am Karfreitag.

Foto: Screenshot

Im multikulturellen Zentrum „TraumGmbH“ fällt die Veranstaltung „Gays and Friends“ am Karfreitag aus. Auf der Webseite heißt es: „Aufgrund der neuen Gesetzesregelung bezüglich der Sperrstunde an Karfreitag, kann diese Veranstaltung leider nicht stattfinden. Vielen Dank für Euer Verständnis!“

Im „Luna“ geht es am Donnerstag ruhig zu. Dann trifft sich der Filmclub zum „bewegten Abend“. Am Freitagabend geht es dann erst um Mitternacht los. Ab 2 Uhr wird dann zu Technomusik getanzt, wenn Coeter & Trivmph auf die Bühne treten.

Im Max in Kiel beginnt um 23.59 Uhr am Karfreitag die „80er 90er Meets Karaoke“ Auch hier macht der Veranstalter darauf aufmerksam, dass es wegen der neuen Feiertagsregelung erst später losgeht. „Dafür bieten wir euch mit unserer Karaoke-Show in den ersten 90 Minuten Spiel, Spaß, Spannung und viele lustige Momente.“

Lübeck

Hüx-Disco feiert am Donnerstag und Freitag mit DJs und „Pop, Rock und Indie-Tunes“ ins Wochenende.

Das „Sounds“ hat in Lübeck am Karfreitag geschlossen. Erst am Sonnabend startet die Partynacht mit DJ Torsten und „All You Can Dance“. Im „PKHS“ steigt am Freitag die „Schools Out“-Party. Ab 23 Uhr ist geladen. Auch am Donnerstag .

Der „99-Starclub“ lädt am Freitag zur Rammstein-Party. Das Motto: „Hallejuja, singet dem Herrn ein Lied“.

Auf der Bühne im „treibsAND“ stehen am Donnerstagabend „The Offenders“, die von „Skaramanga“ supported werden. Am Karfreitag ist auch hier die Tanzfläche leer. Am Samstag gibt es dann wieder Livemusik.

Im „Riders Cafe“ treten am Donnerstag die „Kneipenterroristen“ auf. Die Böhse-Onkelz-Coverband steht ab 20 Uhr auf der Bühne.

Itzehoe

Im „Cheyenne-Club“ ist am Donnerstag und Freitag Funkstille. Erst am Samstag gibt es zum Ausgleich die Halligalli-Abrissparty. Das Veranstaltungszentrum „Atzehoe“ will am Freitagabend „Freunde des guten Heavy Metals“ begrüßen.

Rendsburg

In der Disco „Vineta“ ist am Freitag der „Oster-Tausch“. Im „Parkhouse“ gibt es am Gründonnerstag Livemusik mit der Band „Die Nordstimmen“. Das „Recall“ hat für Donnerstag und Freitag keine Veranstaltungen eingetragen.

Husum

Im Speicher in Husum ist am Donnerstagabend „Tralalka & Ticos Orchester“ zu hören und zu sehen. Die Bands stehen für eine Mischung aus Ska, Reggae, Balkan, Folk, Rock und Indie. Die „Nachtschicht“ in Husum lässt es am Donnerstag mit der „School's Out“-Party krachen. Laut Homepage soll es auch am Freitag tanzbar zugehen. Das „Sturm und Drang“ feiert die Nacht von Karfreitag auf Sonnabend ab Mitternacht mit Alternative, Rock und Punk.

Schleswig

Im „Ela-Ela“ in Schleswig wird am Freitag eine „Ü-30-Kultfete“ gefeiert. Bis 2 Uhr ist allerdings auch hier die Tanzfläche tabu.

Neumünster

Der Club „Orange & Blue“ kündigt erst für Sonnabend wieder ein Event an. Im „Musiktempel Neumünster“ gibt es am Donnerstag die After Work Party. Am Karfreitag ist Pause.

Sylt

Der Club „Rotes Kliff“ in Kampen lädt am Donnerstag ab 23 Uhr zur „Oster Warmup Party“. Am Freitag legt DJ Chris Packer auf. Los geht es bereits um 23 Uhr. Auch im „Pony Club Kampen“ wird Ostern gefeiert. An beiden Tagen jeweils ab 22 Uhr. Im „Classic-Club-Sylt“ ist von Donnerstag bis Sonntag ab 21 Uhr geöffnet. Und im „P3 Club“ in Westerland wird Ostern ebenfalls mit täglich wechselnden DJs gefeiert.

Fazit: Trotz Tanzsperre ist auch vor Ostersamstag gehörig was los im Land.

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