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Erklärung : Synode der Nordkirche setzt sich für Flüchtlinge ein

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Flüchtlinge solidarisch aufnehmen, Familien nicht auseinanderreißen: Gemeinsam mit der EKD will die Nordkirche eine Änderung der europäischen Flüchtlingspolitik vorantreiben.

shz.de von
erstellt am 20.Sep.2013 | 18:32 Uhr

Die Synode der Nordkirche fordert ein gerechtes und humanitäres Bleiberecht für Flüchtlinge in Europa. Die europäische Abschottungspolitik müsse beendet werden, heißt es in einer am Freitag mit überwältigender Mehrheit verabschiedeten Erklärung des Kirchenparlamentes. Darin wird auch die Evangelische Kirche in Deutschland aufgefordert, sich den Forderungen der Nordkirche anzuschließen, um eine Änderung der europäischen Flüchtlingspolitik voranzutreiben. Es erfülle mit Sorge, dass die Fragen von Flucht und Migration unsere Gesellschaft immer weiter spalten, heißt es in der Erklärung.

Aufgabe der Kirche sei es, Menschen in Not zu schützen und zu begleiten. „Wir fordern, die Vorschläge aus Diakonie und Kirche ernst zu nehmen und eine Regelung zu treffen, durch die Familienbindungen und andere humanitäre Gründe berücksichtigen werden, und die eine echte solidarische Aufnahme von Flüchtlingen in Europa ermöglicht.“ 

Bereits bei in der Morgenandacht zum Beginn des zweiten Sitzungstages der Landessynode hatte St. Pauli-Pastor Sieghard Wilm die Situation in seiner Gemeinde geschildert. Die hat Anfang Juni 80 Afrikaner aufgenommen. Er machte anderen Gemeinde Mut, Flüchtlingen zu helfen. „Der Apostel Paulus hat gesagt: “Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.„ Diese Worte sollten Richtschnur sein im Umgang mir armen und geflüchteten Menschen“, sagte Wilm. „Wir brauchen Ermutigung angesichts der Ohnmacht der Schwachen und der gefühlten Ohnmacht der Mächtigen“, sagte der Pastor weiter.

Am Vormittag hatten die Synodalen in erster Lesung einem einheitlichen Kirchensteuergesetz für die ganze Nordkirche zugestimmt. Danach soll in Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg und Pommern ein einheitlicher Hebesatz von neun Prozent der Einkommensteuer gelten. Im weiteren Verlauf der noch bis Sonnabend dauernden Tagung sollten weitere Kirchengesetze, unter anderem zur Diakonie und zur Geschlechtergerechtigkeit diskutiert werden.

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