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Ausgerissener Hund : Susi hat ein neues Zuhause

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Autobahnpolizei in Talkau nahe Ratzeburg hatte in der vergangenen Woche alle Hände voll zu tun. Grund war ein ausgerissener Hund, der schließlich über Umwege ein neues Zuhause fand.

Talkau | Erst ausgerissen, dann zurückgelassen und schließlich ein neues Zuhause gefunden. Eine Hündin sorgte in der vergangenen Woche für Aufregung bei der Autobahnpolizei in Ratzeburg. Eine Streife der Anschlussstelle in Talkau stoppte am Donnerstag, 15. Mai, im Baustellenbereich auf der Höhe der Anschlussstelle Talkau, um einem 75-Jährigen Autofahrer zu helfen. Der Mann war auf der Autobahn 24 in Richtung Berlin unterwegs, bevor sein Wagen streikte und er mit der Mischlingshündin „Susi“ den Straßenrand aufsuchen musste. Die Polizeibeamten leisteten Hilfe und kamen mit dem Mann ins Gespräch. Susi nutzte diese Gelegenheit und machte sich schnurstracks aus dem Staub. 

Trotz der intensiven Bemühungen der Polizisten und ihres Herrchens, war Susi nicht zur Rückkehr zu bewegen. Sie verschwand in einem Waldstück und wurde zunächst nicht mehr gesehen. Der 75-Jährige musste seine Fahrt nach Polen letztlich ohne sie fortsetzen. Ein paar Stunden danach trafen die ersten Anrufe bei den Beamten ein, die einen Hund an der Autobahn 24 gesehen hatten. Da es sich nur um Susi handeln konnte, rückten die Beamten wieder aus, jedoch ohne Erfolg.

Am Samstag suchte die Hündin dann selbst die Polizei auf und erschien auf dem Gelände des Autobahnreviers in Talkau. Nach einigen fehlgeschlagenen Versuchen das Tier einzufangen, einigten sich die Beamten mit dem zuständigen Tierheim des Amts Schwarzenbek-Land eine Lebendfalle einzusetzen. 300 Gramm Rindfleisch und andere „Leckerlis“ sollten Susi da hinein locken. Jedoch kam es anders. Zunächst waren die „Leckerlis“ verschwunden, ohne das die Falle auslöste. Dann schnappte sich die Katze der Dienststelle das Fresschen und landete in der Falle. Nachdem die Beamten das Tier befreit hatten, verabschiedete es sich sofort verschreckt in Richtung Wald.

Am Mittwochmorgen saß Susi dann tatsächlich in der Falle. Die Polizisten versorgten sie mit Wasser und brachten sie anschließend zur Tierärztin, die 30 Zecken aus dem Fell der Mischlingshündin entfernte. Ansonsten war Susi aber kerngesund. Ein Autobahnpolizist gab ihr erst einmal ein neues Zuhause. Inzwischen hat sich Susi mit sämtlichen Familienmitgliedern, den Katzen und dem Familienhund Sunny angefreundet. Der 75-Jährige hat sich bis zum heutigen Tag nicht gemeldet. Der Autobahnpolizist und seine Familie wollen Susi gern für immer zu sich nehmen.

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erstellt am 23.Mai.2014 | 19:20 Uhr

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