Festgottesdienst in Rendsburg : Strenge bleibt Präsident der nordelbischen Synode

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In Rendsburg sind zu Beginn der neuen Legislaturperiode der Nordelbischen Synode 142 Kirchenparlamentarier verpflichtet worden.

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19. September 2009, 09:35 Uhr

Rendsburg | In seiner Predigt warnte der Schleswiger Bischof Gerhard Ulrich die 48 Frauen und 94 Männer aus Hamburg und Schleswig-Holstein vor der Versuchung, in Krisenzeiten "einfache Lösungen" zu suchen. Es seien "schwierige und weit reichende Entscheidungen" zu treffen, denn die globale Wirtschaftskrise habe bedrohliche Ausmaße angenommen, sagte der Bischof. Die kirchliche und gesellschaftliche Lage sei insgesamt prekär und unübersichtlich. "Wir sind als Nordelbische Synodale auch Entscheidungsträger im politischen Raum", unterstrich er die Verantwortung der Synode für Kirche und Gesellschaft. Die Kirche dürfe sich nicht "in kuschelige Nischen" zurückziehen.
Nach dem Gottesdienst wählten die Synodalen, darunter 97 "Neulinge", erwartungsgemäß den ehemaligen Hamburger Justiz-Staatsrat Hans-Peter Strenge (60) erneut zum Synodenpräsidenten. Der Meldorfer Pastor Thomas Baum wurde als Vizepräsident wiedergewählt. Für Spannung wird heute die Debatte über den künftigen Synodensitz sorgen. Rendsburg will auch nach der Fusion zur Nordkirche im Jahr 2012 Sitz der Synode bleiben.

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