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Ergebnisse der Leseraktion : Straßen in SH: Buckelpisten und Slalomstrecken

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Das Ergebnis unserer Leseraktion: Marode Straßen gibt es in jedem Winkel Schleswig-Holsteins - von der K111 bei Kronsgaard bis zur bröckelnden Brücke über den Elbe-Lübeck-Kanal in Büchen.

shz.de von
erstellt am 17.Aug.2013 | 05:18 Uhr

Kiel | Wo sind Schleswig-Holsteins schlimmste Straßen? Diese Frage haben wir unseren Lesern gestellt - und eine wahre Lawine an Reaktionen über E-Mail und die Facebook-Seite von shz.de ausgelöst. Das Resultat: Marode Pisten gibt es in jedem Winkel Schleswig-Holsteins - von der B5 im äußersten Nordwesten an der dänischen Grenze bis zur bröckelnden Brücke über den Elbe-Lübeck-Kanal in Büchen am südöstlichsten Zipfel des Landes. Viele Straßen tauchten immer wieder in den Zusendungen auf - die am häufigsten genannten Strecken stellen wir hier kurz vor.
Mit Schrecken erinnern sich viele Leser an ihren Ausflug an die Ostsee nördlich von Kappeln. Auf dem Weg ans Wasser lässt sich eine Fahrt über die K111 von Wormshöft über Kronsgaard bis Pommerby kaum vermeiden - wo Touristen "demnächst wohl mit dem Pferdefuhrwerk aufschlagen werden", wie Holger Lüdtke befürchtet. Die Anwohner stellen auf dieser auf Tempo 20 reduzierten Strecke seit Jahren sarkastische Schilder wie "Stoßdämpfer-Teststrecke" oder "Slalom fahren verboten!" auf. Zwar soll die Straße mit "Löchern tiefer als der Marianengraben" (ein weiterer Leser) ausgebaut werden. Der Streit darüber zieht sich aber seit Jahren hin.

In Eckernförde berüchtigt: der Holweg

An der Westküste ist das Bild nicht besser. Verschiedene Abschnitte der derzeit als Ausweichstreckte für die Teilgesperrte A7 ausgewiesenen B5 gleichen ebenfalls einer Buckelpiste - einer der Schwerpunkte ist die Region um Husum. Auf den umliegenden Straßen sieht es nicht besser aus. Bestes Beispiel: die L6 zwischen Bredstedt und Langenhorn in Nordfriesland.
An einer Umgehungsstrecke für die Rader Hochbrücke liegt auch Eckernförde - auch hier sind die Straßen alles andere als optimal. Unser Leser Heinz Bendschneider warnt besonders Motorradfahrer vor tiefen Spurrinnen auf der B76 in Höhe der Wehrtechnischen Dienststelle direkt am Wasser. In Eckernförde ebenfalls berüchtigt ist der Holweg, der als Ausweichstrecke für andere Straßensanierungen diente - die umgeleiteten Busse gaben der Straßendecke den Rest. Jetzt soll der Holweg saniert werden.

Defekter Stoßdämpfer

Nicht besser ist das Bild im Süden des Landes. Ihresgleichen Sucht nach Ansicht unserer Leser die Straße Elfenhagen in Henstedt-Ulzburg im Kreis Segeberg - immerhin die Zufahrtsstraße zu einer AKN-Haltestelle.
Der Verfall macht auch vor den Autobahnen keinen Halt. Während die A21 im Norden im Schneckentempo in Richtung Kiel wächst, sind schon länger existierende Teile schon wieder marode.
Nicht nur ärgerlich sondern teuer wurde die Fahrt über die Trennewurther Straße in Kannemoorfelde in Dithmarschen für die Freundin von Anne Langley: "Da kann man nicht mehr fahren - Loch an Loch", sagt Langley. Ihre Freundin hat es trotzdem versucht - und sich einen defekten Stoßdämpfer eingehandelt.

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