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Raketen-Verkauf : Startschuss für das sichere Silvester-Feuerwerk

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An Böllern und Feuerwerksraketen zu Silvester wird in Deutschland nicht gespart. Heute startet der offizielle Verkauf der Pyrotechnik. Doch nicht nur sie birgt zum Jahreswechsel Gefahren. Damit 2014 sicher beginnt, hat shz.de ein paar Tipps zusammengestellt.

shz.de von
erstellt am 28.Dez.2013 | 07:00 Uhr

Heute beginnt der Feuerwerksverkauf. Alle Jahre wieder hat das Abbrennen der Pyrotechnik aber auch seine negativen Seiten, und zwar dann, wenn mit Silvesterböllern leichtfertig umgegangen wird. Insbesondere Alkoholkonsum und Feuerwerk vertragen sich nicht miteinander, mahnt die Polizei. Sie appelliert an die Vernunft im Umgang mit Feuerwerkskörpern. Erwachsene seien besonders gefordert, auf ihre Kinder zu achten. Die Feuerwehr rät, beim Kauf auf das BAM-Prüfzeichen von der Bundesanstalt für Materialprüfung zu achten. Raketen sollten niemals aus der Hand, sondern aus einem Eimer Sand oder einer mit Wasser gefüllten Flasche senkrecht gezündet werden. Blindgänger sollten keinesfalls ein zweites Mal gezündet, sondern entsorgt werden.

Die Rechtslage ist klar: Pyrotechnische Gegenstände der Klasse II (zum Beispiel Böller, Raketen) dürfen am 31. Dezember und 1. Januar ganztägig abgebrannt werden. Personen unter 18 Jahren dürfen pyrotechnische Gegenstände der Klasse II auch zum Jahreswechsel nicht abbrennen. Das Abbrennen ist ferner verboten in der Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altenheimen und dort, wo es wegen der Brandgefahr sonst verboten sein kann (zum Beispiel in der Nähe brandempfindlicher Gebäude). So ist wegen vieler Reetdächer das Zünden von Feuerwerken auf den Inseln Sylt und Amrum komplett verboten. „Der Wind muss nur schlecht stehen und schon haben wir das Dilemma“, sagt eine Sprecherin von Sylt Marketing. Das einzige offizielle Feuerwerk auf Sylt wird es an Silvester in Hörnum geben.

Nach Angaben des Kreises Nordfriesland haben weitere Gemeinden an der Nordseeküste verschärfte Abbrennverbote erlassen. So ist das Böllern auch in St. Peter-Ording vollständig untersagt. Auf der Insel Föhr darf nur an Stränden und auf Deichen geböllert werden. Auf Pellworm ist das Knallen im Umkreis von 300 Metern um reetgedeckte Gebäude herum verboten. Auf den Halligen gilt eine Entfernung von 300 Metern vom Warftfuß.

Zur Gefahrenabwehr darf die Polizei pyrotechnische Gegenstände sicherstellen. Das kommt beispielsweise vor, wenn Personen unter 18 Jahren angetroffen werden, die Böller der Klasse II mitführen beziehungsweise abbrennen. In diesen Fällen müssen Eltern die Silvesterknaller bei der Polizei abholen. Die Polizei rät: „Üben Sie besondere Vorsicht im Umgang mit Feuerwerkskörpern. Erklären Sie Ihren Kindern die Gefahren. Vermeiden Sie den Umgang mit Feuerwerk im alkoholisierten Zustand.“

Nicht nur die Pyrotechnik kann gefährlich sein, sondern auch das Abendessen. Wenn etwa das Fett im Fondue-Topf anfängt zu brennen, darf es keinesfalls mit Wasser gelöscht werden. Stattdessen lieber einen Deckel drauflegen und das Feuer so ersticken.

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