Giftiger Löschschaum : Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Feuerwehr

Unser Symbolfoto zeigt einen Feuerwehrmann von hinten.
Unser Symbolfoto zeigt einen Feuerwehrmann von hinten.

Sie kam, löschte ein Feuer und verschwand. Eine Feuerwehr hinterließ nach einem Einsatz eine verbotene Chemikalie.

shz.de von
08. Januar 2015, 17:54 Uhr

Itzehoe | Die Staatsanwaltschaft Itzehoe sucht eine Feuerwehr, die bei einem Großbrand in Dithmarschen mit verbotenem Löschschaum gearbeitet hat. Die betreffende Chemikalie darf außerhalb von Industrieanlagen nicht eingesetzt werden, sagte der Itzehoer Oberstaatsanwalt Uwe Dreeßen am Donnerstag: Weil die giftigen Inhaltsstoffe Boden und Grundwasser verunreinigen können, darf der Löschschaum nur genutzt werden, wenn der Boden versiegelt ist - etwa mit einer Betondecke.

Das Ermittlungsverfahren richtet sich zunächst gegen Unbekannt, da nicht feststeht, welche der eingesetzten Wehren im Herbst letzten Jahres den Löschschaum eingesetzt hat. Bei dem Brand eines Strohlagers in Heide im September 2014 waren nach Angaben der Staatsanwaltschaft insgesamt 17 Wehren beschäftigt. Dem Verantwortlichen drohen bis zu fünf Jahre Haft beziehungsweise eine Geldstrafe, sagte Dreeßen. Der Radiosender NDR1 Welle Nord berichtete zuerst darüber.

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