Fehmarn-Lolland : Sprachenprojekt am Belt-Tunnel

Auszubildende sollen beim Bau der Fehmarn-Beltquerung eine dreisprachige Ausbildung und Prüfung sollen sie nach deutschem und dänischem Recht erhalten.

Avatar_shz von
05. Juli 2011, 07:47 Uhr

Kopenhagen/Berlin | Die dänische Regierung will beim Bau des neuen Fehmarnbelt-Tunnels Jugendliche aus Deutschland und Dänemark gemeinsam und mehrsprachig ausbilden lassen. "Wir haben von der Regierung den Auftrag bekommen, diese Möglichkeit zu prüfen", sagte Inga Karten, Sprecherin der Projektgesellschaft Femern AS, am Montag dem sh:z.
Der Plan geht zurück auf eine Idee des deutschen Delegationsleiters der Ostseeparlamentarierkonferenz und SPD-Bundestagsabgeordneten Franz Thönnes, die Dänemarks Verkehrsminister Hans Christian Schmidt jetzt aufgegriffen hat. Das Ausbildungsmodell sieht für gut 600 Jugendliche unter anderem eine dreisprachige Lehre auf Deutsch, Dänisch und Englisch vor. Auch die Prüfung sollen sie nach deutschem und dänischem Recht ablegen, damit sie künftig leicht auf beiden Seiten der Grenze arbeiten können.
Femern AS begrüßte das Vorhaben: "Für uns wäre ein solches Modell gut, weil so noch deutlicher würde, dass die Fehmarnbeltquerung ein grenzüberschreitendes Projekt ist." Allerdings müsse noch untersucht werden, inwieweit der Plan mit den Ausschreibungsregeln der EU zu vereinbaren sei. So sei es zum Beispiel nicht möglich, den Baufirmen vorzuschreiben, aus welchem Land eingesetzte Arbeitskräfte kommen. Thönnes schlägt vor, dass die be teiligten Unternehmen eine eigene Ausbildungsgesellschaft während der Bauphase bilden sollen. Der Baubeginn ist für 2014 geplant. Insgesamt sollen rund 7000 Menschen am Tunnel zwischen Fehmarn und Lolland mitarbeiten.
(bg, shz)

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen