Flensburg : Sport-Piraten fahren fürs Gemeinwohl

Seit ihrer zweiten Nominierung für den "Bürgerpreis Schleswig-Holstein" vor vier Jahren haben die Flensburger Sportpiraten viel bewegt.

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09. August 2012, 09:00 Uhr

Flensburg | Das liegt in der Natur der Flensburger Sportpiraten, die vor allem auf BMX-Rädern und Skateboards vorankommen. Organisatorisch dem Jugendring zugeordnet, sind sie 2008 dem Status eines "Projekts" entwachsen und haben in einem siebenjährigen Beteiligungsverfahren mit professionellen Planern den nach eigenen Angaben größten BMX- und Skatepark Europas geschaffen. Auch die Urheber sind erwachsen geworden, "gehören aber immer noch zur Zielgruppe und befinden sich in der Ausbildung zum Erzieher oder Mediengestalter für Film", berichtet Dirk Dillmann, Kopf der Sport piraten. Fundierte Fähig keiten erwerbe der Piratennachwuchs als Teamer und in der Erste-Hilfe-Ausbildung durch eine Outdoor-Schule aus Freiburg, beim Medienprojekt Schlachthof und bei Workshops. Für die meisten Sportpiraten klingt nicht mal "Drittmittelakquise" noch fremd. Jüngere wie Ältere engagierten sich "überdurchschnittlich für das Gemeinwohl" und haben Vorbildwirkung, lobt Sport- und Erlebnispädagoge Dillmann.
Der "Skatepark Schlachthof" im früher vernachlässigten Norden Flensburgs ist längst mehr als eine Trendsportstätte, sondern auch Treffpunkt für Familienfeste, Sport- und Kulturereignisse und Lernort außerhalb der Schule für Klassen.
Erst im vergangenen Jahr wählten die Flensburger Dirk Dillmann zum "Menschen des Jahres", und die Sport piraten gewannen den "Goldenen Tabaluga" des Kinderkanals. Sogar ein frisch gedrucktes Buch widmet sich dem Schlachthof. Der Bürgerpreis Schleswig-Holstein würde sich also hervorragend einreihen.

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