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Schleswig-Holstein : Spitzenwerte für Badegewässer im Norden

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Gute Nachrichten für Wasserratten in Schleswig-Holstein: In den meisten Badegewässern gilt die Wasserqualität als hervorragend.

shz.de von
erstellt am 22.Mai.2013 | 06:04 Uhr

Kiel | In 278 von 335 Badegewässern des Landes war die Wasserqualität im vergangenen Jahr hervorragend und in 33 gut. Das geht aus einem Bericht hervor, den die Brüsseler EU-Kommission und die Europäische Umweltagentur am Dienstag in Kopenhagen vorstellten. Nur an der Badestelle Götheby an der Schlei wurden schlechte Werte gemessen. Sie war deswegen Ende vergangenen Jahres gesperrt worden. Da die Schlei ein Meeresarm der Ostsee ist, gelten dort die Werterichtlinien der Meere. Die Wasserqualität wird strenger beurteilt.
Insgesamt wurden in Deutschland 2295 Badestellen an Flüssen, Seen sowie der Nord- und Ostseeküste untersucht. 88,1 Prozent erreichten in der vergangenen Badesaison ausgezeichnete Werte. Damit liegt Deutschland klar über dem EU-Durchschnitt (78 Prozent). Deutschlandweit erfüllten acht Binnen- und Küstenbadegewässer die Mindestwerte nicht. Das sind 0,3 Prozent aller Badestellen. Im Jahr davor waren es noch 0,6 Prozent.

Urlauber dürfen sich auch in Südeuropa auf das Wasser freuen


Auch für Urlauber, die es in den Süden zieht, sieht es gut aus: Denn am Mittelmeer können Badewillige unbesorgt in die Fluten springen. Beim Spitzenreiter Zypern fanden die Tester überall mindestens einen guten Standard. Auch Malta, Kroatien und Griechenland schnitten gut ab. "All diese Urlaubsziele erfüllen die Vorgaben mit exzellenter Qualität", sagte die Chefin der Europäischen Umweltagentur, Jacqueline McGlade. "Und sie liegen alle über dem EU-Durchschnitt."
Genauer hinschauen sollten Wasserratten hingegen in Belgien: Dort verfehlten 13 Prozent der Badestellen die von der EU vorgesehenen Mindeststandards, darunter viele Binnengewässer. Auch in den Niederlanden (6,5 Prozent) oder Großbritannien (5,7 Prozent) fielen vergleichsweise viele Gewässer durch. In Spanien (3,8 Prozent) erwies sich vor allem die westliche Atlantikküste als problematisch, in Frankreich galt dies für die Bretagne und östliche Mittelmeerstrände.

Verunreinigungen mit Kot oder Gülle


In Deutschland kamen 2295 Badestellen auf den Prüfstand, davon 366 am Meer. Ausgesprochen schlechte Wasserqualität fanden die Tester nur an acht Stellen, darunter an der Unterhavel, im saarländischen Rehlingen-Siersburg und am Bodensee.
Der jährliche Bericht zum Zustand der Badegewässer umfasst die 27 EU-Staaten sowie die Schweiz und Kroatien, das im Juli der Europäischen Union beitritt. Getestet wird auf die Darmbakterien E. coli und intestinale Enterokokken, die beide auf Verunreinigungen mit Kot oder Gülle hindeuten. Seit bald vier Jahrzehnten gibt es EU-Gesetze, die für einen Mindeststandard der europäischen Badegewässer sorgen sollen. Verbessert hat sich die Wasserqualität besonders in den vergangenen zwanzig Jahren: Anfang der 1990er Jahre erfüllten nur etwa 70 Prozent der Gewässer die Mindestanforderungen.
Interessierte können die Ergebnisse auf der Internetseite der Europäischen Umweltagentur im Detail finden.
Eine Karte mit Bewertungen ausgesuchter Badeorte finden Sie weiter unten auf der Seite
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