zur Navigation springen

Gosch-Muschel auf Sylt : Spektakulärer Bau für 300 Gäste auf dem Kliff

vom

Jürgen Gosch baut auf Sylt ein neues Super-Restaurant. Es wird das größte - und teuerste - das er jemals gebaut hat.

Wenningstedt | "Es wird immer spannender an diesem Ort, wo die Sonne das Meer küsst." Jürgen Gosch ist schon in den Rohbau seines neuen Restaurants verliebt, der ästhetisch und architektonisch nicht nur auf Sylt seines gleichen suchen dürfte. Drei Mal am Tag steuert der "Fischpapst" seinen silbernen Golf zur Wenningstedter Kliffkante, um zu sehen, wie die Krönung seines Lebenswerks Stück für Stück vollendet wird. Wie eine Muschel öffnet sich der Super-Gosch nach Süden und Westen zur Nordsee, gibt durch eine große Glasfassade einen einmalig schönen, fast erhabenen Blick auf die Nordsee frei.

Imposant ist die Restauration mit mehr als 300 Plätzen im Innen- und Außenbereich. Dennoch schmiegt sich die Muschel harmonisch zwischen Kliff und Dünen ein. Ihr geschwungenes Dach wird mit Strandsand aufgefüllt, danach mit Strandhafer und Magerrasen bepflanzt. Parkplätze für den Super-Gosch entstehen tief im Dünenuntergrund. "Ganz Sylt bekommt ein neues touristisches Highlight. Wir rechnen nach der Fertigstellung mit vielen neuen Tages- und Abendgästen", sagt Wenningstedts Tourismuschef Henning Sieverts. Denn so viel Aufenthaltsqualität beim Genuss von Bilderbuch-Sonnenuntergängen gebe es sonst nirgendwo auf der Insel. Nur wenige Meter hinter der Kliffkante hätte noch vor einigen Jahren kaum ein Sylter gebaut. Birgt die spektakuläre Lage nicht auch Risiken? "Ich vertraue dem Küstenschutz. Die Sandvorspülungen werden das Kliff auch künftig schützen", sagt Gosch.

Für die Muschel wird der bisherige Gosch am Kliff in Wenningstedt abgerissen - und damit der Weg frei für den Bau eines neuen Kurgasthauses mit Geschäften und Veranstaltungssälen, auf das das Nordseeheilbad schon seit sechs Jahren wartet. Beide Bauten werden durch eine neue Promenade aus hellem Lärchenholz verbunden. Die Wenningstedter Kliffkante dürfte dadurch nach der Westerländer Promenade zum größten Anziehungspunkt für die Reichen und Schönen auf der Insel werden. Die Muschel ist nicht nur der spektakulärste, sondern auch der teuerste Bau, den Jürgen Gosch je errichtet hat. Doch zu den Kosten schweigt der bundesweit bekannte Gastronom: "Gehe mir weg mit Zahlen, ich habe 40 Jahre für die Realisierung dieses Projektes gearbeitet." Nach der Fertigstellung spätestens im Juli will der 70-Jährige gerne mindestens ein halbes Jahr seinen Stammsitz am Lister Hafen weitgehend verlassen, um in seinem neuen Aushängeschild präsent zu sein. "Denn dies ist einer der schönsten Flecken, nicht nur auf Sylt, sondern auf der ganzen Welt", schwärmt Gosch. Wie lange möchte er überhaupt noch hinter einem Fischtresen stehen? "So lange der liebe Gott es zulässt."

zur Startseite

von
erstellt am 01.Apr.2012 | 06:31 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen