Erzeuger unzufrieden : Spargelsaison 2018: Erst zu kalt, dann zu warm

Schleswig-Holsteins Spargelbauern sind nicht zufrieden mit den Erlösen.
Schleswig-Holsteins Spargelbauern sind nicht zufrieden mit den Erlösen.

Die Saison begann spät aber heftig. Ab dem 24. Juni ist vorerst Schluss mit Spargel.

shz.de von
19. Juni 2018, 08:30 Uhr

Rendsburg | Für Schleswig-Holsteins Spargelbauern ist die Saison nur befriedigend gelaufen. Der ertragreiche Mai habe die Erlösausfälle durch den späten Saisonstart nicht ausreichend wett machen können, sagte die Sprecherin der Landwirtschaftskammer, Daniela Rixen. „Erst war es zu kalt, dann zu warm“, sagte Rixen.

Wegen der bis Ende Mai anhaltenden Trockenheit hätten viele Erzeuger Anbauflächen frühzeitig aus der Produktion genommen, sagte sie. Dadurch seien die Preise stabil geblieben.

Kälte und Nässe hatten den Saisonstart zum Teil bis Ende April verzögert. Im Mai sorgten Sonnenschein und hohe Temperaturen dann für gute Erträge, dank der vielen Feiertage im Mai lief der Absatz des Edelgemüses bis Pfingsten gut. Mit Beginn der Grillsaison Ende Mai sei der Absatz zurückgegangen, sagte Rixen. 

Die Spargelsaison endet am 24. Juni, dem Johannistag. „Von da an müssen die Spargelpflanzen Kraft für die Saison 2019 sammeln“, sagte Rixen. In Schleswig-Holstein wird auf etwa 500 Hektar Spargel angebaut. Darunter sind etwa 90 Hektar Junganlagen, die erst nach und nach vollen Ertrag bringen. Die Erntemenge schätzt die Landwirtschaftskammer in diesem Jahr auf rund 2000 Tonnen. Damit liege das Ertragsniveau knapp unter dem Durchschnitt, sagte Rixen.

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