Sozialverband : Sorge um soziale Gerechtigkeit

Der Sozialverband Deutschland in Schleswig-Holstein sorgt sich um die soziale Gerechtigkeit. Grund: zu viele kategorische Absagen un strenge Einstufungen der Pflegeversicherung.

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14. März 2008, 01:18 Uhr

Zwar habe der Verband im vergangenen Jahr rund sechs Millionen Euro in über 8000 Rechtsverfahren für Mitglieder erwirken können, sagte der Leiter der Rechtsschutzabteilung, Torsten Mehrings, am Freitag in Kiel. "Es ist aber unglaublich, wie viele kategorische Absagen weiterhin etwa von Pflegeversicherungen erteilt werden", sagte er. Mehrings kritisierte zudem, dass die strengen Einstufungen der gesetzlichen Pflegeversicherung nicht den Möglichkeiten entsprächen, die der Gesetzgeber zur Versorgung Pflegebedürftiger habe.
Der Sozialverband helfe in allen sozialen Angelegenheiten; die wohl wichtigste Säule sei aber der Rechtsschutz, sagte der sozialpolitische Sprecher Torsten Rosenkranz. In 90 Prozent aller Fälle könnten Konflikte außergerichtlich gelöst werden, bei etwa 700 jährlich komme es zu Verhandlungen vor Sozialgerichten. Wie in den Vorjahren lägen die Hauptfälle dabei im Bereich der Rentenversicherung. In Schleswig-Holstein stehen acht Volljuristen in Notfällen auch kurzfristig Menschen zur Seite, die bisher nicht Mitglied seien, sagte Mehrings.

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