Föhr : Sommersturm setzt Brutvögeln im Nationalpark Wattenmeer zu

<p>Ein Sandregenpfeifer. /Symbol</p>
Foto:
1 von 1

Ein Sandregenpfeifer. /Symbol

Experten beobachten teils dramatische Szenen: Ein Sandregenpfeifer-Brutpaar konnte noch eins von drei Eiern retten.

shz.de von
09. Juni 2017, 16:14 Uhr

Husum | Der Sommersturm der letzten Tage hat den Brutvögeln im Nationalpark Wattenmeer zugesetzt. Niedrig gelegene Salzwiesen und flache Sandbänke wurden überflutet, so dass viele Seevögel ihre Küken und Gelege verloren, sagte am Freitag der Biologe Klaus Günther von der Umweltorganisation „Schutzstation Wattenmeer“. Vor allem an den nordfriesischen Küsten seien derzeit in den Spülsäumen Eier und tote Jungvögel zu finden.

Auf Föhr vernichteten die Fluten eine Kolonie seltener Seeschwalben.„Das ist sehr traurig, weil hier bereits erste Küken geschlüpft waren“, sagte Biologe Benjamin Gnep. Dramatische Szenen auch bei den Regenpfeifern auf der Insel: „Ein Sandregenpfeifer-Brutpaar hat es tatsächlich noch geschafft, eines von drei Eiern den Kiesstrand bei steigender Flut nach oben zu rollen“, sagte Esther Lutz. „Für viele im Bestand gefährdete Arten wie Regenpfeifer, Austernfischer und Seeschwalben gibt es leider immer öfter solche Rückschläge durch Sommerstürme“, sagte Biologe Günther.

Die Bestände auf den Halligen blieben den Angaben zufolge diesmal verschont. Dort gab es nur geringe Verluste bei den brütenden Küsten- und Flussseeschwalben.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen