Jugendarrestanstalt Moltsfelde : So sind wir kriminell geworden: Fünf Jugendliche erzählen

„Mir ist aufgefallen, dass ich der Böse in der Geschichte war“, sagte einer der Jugendlichen im Arrest.
„Mir ist aufgefallen, dass ich der Böse in der Geschichte war“, sagte einer der Jugendlichen im Arrest.

Fünf Jugendliche erzählen bei shz.de: So gerieten sie in den Jugendarrest - so wollen sie danach weitermachen.

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27. Juli 2016, 17:28 Uhr

Neumünster | Da ist dieser rote Backsteinbau irgendwo versteckt in der grünen Idylle am Rand von Neumünster. Nur ein hoher Zaun mit Stacheldraht und grüne Gitter vor den Fenstern verraten: Wer hier wohnt, tut das wohl nicht freiwillig. Die Jugendarrestanstalt Moltsfelde wirkt von außen - kaum verwunderlich - verschlossen. Rätselhaft unscheinbar irgendwie.

Junge Menschen ab 14 Jahren kommen hierher, wenn sie mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind, aber (noch) keine längere Jugendstrafe antreten müssen. Manche verbüßen den Arrest nur für ein paar Tage, manche für mehrere Wochen.

Auf shz.de werfen wir einen Blick hinter diese grünen Gitter - wir trafen dort fünf Jugendliche. Hinter ihnen stecken wiederum verschiedene Straftaten, Familien, Entschuldigungen, Ausflüchte und Ideen. Wir lassen die Jugendlichen daher selbst zu Wort kommen: Sie erzählen, wie sie ihre Taten sehen - und wie es nach dem Arrest weitergehen soll.

Wie der Alltag in Moltsfelde aussieht, zeigt auch, wie die Gesellschaft mit jungen Menschen umgeht, die irgendwo auf dem Weg zum Erwachsenwerden falsch abgebogen sind. Zeigt die Gratwanderung zwischen Jugendhilfe und Abschreckung. Die Geschichten der fünf Jugendlichen lesen Sie hier.

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