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Studie : So oft fehlen die Schleswig-Holsteiner im Job

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In einer Stadt blieben die Arbeitnehmer besonders oft zu Hause. Bundesweit liegt SH im oberen Bereich.

shz.de von
erstellt am 21.Apr.2017 | 13:55 Uhr

Kiel | Wie oft fehlen die Schleswig-Holsteiner krankheitsbedingt bei der Arbeit? Im vergangenen Jahr jedenfalls seltener als noch 2015. Das geht aus den lokalen Vorab-Daten des Gesundheitsreports der Techniker Krankenkasse (TK) in Schleswig-Holstein hervor. Die Zahl der Fehltage ist demnach seit Langem erstmals wieder gesunken - und zwar um 0,6 Prozent, auf durchschnittlich 16,7 Fehltage im Jahr.

Der Studie nach fehlten Arbeitnehmer in Ostholstein, Dithmarschen und Neumünster am häufigsten am Arbeitsplatz, in den Kreisen Stormarn und Pinneberg am seltensten. Mit etwas mehr als 18 Tagen, an denen sie statistisch gesehen 2016 wegen Krankheit zu Hause blieben, liegen die Spitzenreiter deutlich vor den beiden südlichen Kreisen mit 15,9 (Stormarn) und 15,5 Fehltagen (Pinneberg).

Doch obwohl Neumünster die Spitzenreiterposition innehat, verzeichnet die Stadt den stärksten Rückgang der Fehltage: Sie gingen um acht Prozent (von 19,7 auf 18,2 Tage) zurück. Wie die Techniker Krankenkasse weiter berichtet, seien für den Krankenstand insbesondere Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems, zu denen auch Rückenschmerzen zählen, psychische Erkrankungen sowie Krankheiten des Atmungssystems verantwortlich.

Aber: Insgesamt liegt Schleswig-Holsteinen mit der Zahl der Fehltage im oberen Bereich. Deutschlandweit waren es nur 15,3 Tage, an denen die Menschen wegen Krankheit zu Hause blieben - das sind fast zehn Prozent weniger als im nördlichsten Bundesland. Dr. Johann Brunkhorst, Leiter der TK in Schleswig-Holstein, hebt in diesem Zusammenhang die große Bedeutung des betrieblichen Gesundheitsmanagements hervor: „Den Menschen wird im Berufsalltag immer mehr abverlangt: Ständig mobil und sogar nach Feierabend erreichbar sein, zusätzliche Aufgaben bei gleicher Arbeitszeit, die schwierige Vereinbarkeit von Familie und Beruf und dazu noch reichlich Überstunden - all das belastet die Menschen.“

Der vollständige Bericht erscheint im Juni. Grundlage des Berichts sind die 4,8 Millionen bei der Techniker Krankenkasse versicherten Erwerbspersonen. Dazu zählen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und Empfänger von ALG-I.

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