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Tipps : So laufen Sie sicher durchs Watt

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Wer eine Wattwanderung plant, sollte sich entsprechend vorbereiten. shz.de zeigt, was Wattwanderer beachten sollten.

Nach dem Tod eines Wattwanderers vor St. Peter-Ording ist die Betroffenheit groß. Der Mann war von einer Sandbank durch einen Priel geschwommen und ertrunken. Diese Hinweise sollte jeder Wattwanderer beherzigen:

Andere informieren

Melden Sie sich beim Vermieter, ander Rezeption oder Freunden ab, bevor Sie ins Watt gehen. Sobald sie zurück sind, melden Sie sich wieder an.

Richtige Kleidung tragen

Empfehlung von Oktober bis April: Gummistiefel, Pullover, Regenzeug und Ersatzkleidung.

Empfehlung von Mai bis September: barfuß gehen oder alte Turnschuhe tragen. Tragen Sie adäquate Kleidung, die vor Sonnenbrand und Sonnenstich schützt. Je nach Witterung kurze Hose, Badeanzug, Sonnenschutz und Handtuch. Vorsichtshalber auch einen Pulli oder eine Jacke mitnehmen, denn auch wenn es an Land warm ist, kann es im Watt ziemlich kalt werden.

Nur bei gutem Wetter und guter Sicht aufbrechen

Immer nur bei Tag, gutem Wetter und guter Sicht gehen. Wenn Nebel herrscht oder schlechtes Wetter angesagt ist, lieber die Wanderung verschieben. Gewitter bilden sich schnell über der Nordseeküste. Wenn eines aufzieht: sofort zurück an Land gehen! Gleiches gilt für aufziehenden Dunst, denn der wird schnell zu Nebel. Behalten Sie das Festland immer mit im Auge, denn auch von dort kann der Nebel oder das Gewitter kommen.

Nie bei auflaufendem Wasser starten

Niemals aufbrechen, wenn die Flut einsetzt. Der beste Zeitpunkt ist etwa zwei Stunden vor dem Niedrigwasser. Die Zeiten kennen die Ortskundigen – und natürlich die ausgebildeten Wattführer.

 

Die Zeit im Blick behalten

Die Zeit sollte jeder Wattwanderer immer im Blick behalten. Dabei sollten Sie auch an den Rückweg denken. Zwischen Hoch- und Niedrigwasser liegen etwa sechs Stunden und 15 Minuten.

 

Von Prielen fernhalten

Baden Sie niemals in Prielen und vor Sandbänken, denn die dortigen starken Strömungen können gefährlich sein und Sie aufs offene Meer hinaustreiben. Priele laufen bei einsetzender Flut zuerst voll.

 

Von Schutzzonen fernhalten

Schutzzonen des Nationalparks Wattenmeer dürfen auf keinen Fall betreten werden, denn Sie könnten dort Tiere stören. Wenn Sie einen Heuler sehen, dann rufen Sie bitte sofort einen Seehundjäger an unter Tel. 0172 / 2717687. Auf keinen Fall sollten Sie dieses Tier und auch kein anderes berühren.

 

Verhalten im Notfall

Wenn Sie doch nicht mehr zurück können, wählen Sie per Handy den Notruf 110 oder 112.

 
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erstellt am 03.Jan.2014 | 10:16 Uhr

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