Ermittlungen : SMS-Betrug: Gebäude im Norden durchsucht

Die Staatsanwaltschaft Kiel geht gegen den Betrug mit Kontakt-SMS vor. Foto: Jahr
Die Staatsanwaltschaft Kiel geht gegen den Betrug mit Kontakt-SMS vor. Foto: Jahr

Die Staatsanwaltschaft Kiel geht weiter gegen den Betrug mit Kontakt-SMS vor. Beamte suchten am Donnerstag in Flensburg, Harrislee und Handewitt nach Hinweisen auf SMS-Betrug.

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24. Januar 2009, 11:48 Uhr

"Es wurde umfangreiches Beweismaterial sichergestellt", sagte der Kieler Oberstaatsanwalt Uwe Wick am Donnerstag. Die sechs Beschuldigten, Betreiber von SMS-Partnerbörsen, sollen ihre Angestellten dazu angestiftet haben, als angeblich Kontaktsuchende ihre Opfer zu SMS-Nachrichten an teure Sondernummern getrieben zu haben. Die Behörde spricht von weit mehr als 100 000 Geschädigten und einer Schadenssumme im zweistelligen Millionenbereich.
Den Unternehmen wird gewerbsmäßiger Betrug vorgeworfen. Die beschuldigten Firmen sollen mit seriösen Kontaktmöglichkeiten per SMS geworben haben. Die Opfer mussten jedoch für jede SMS an den angeblichen Flirtpartner - in der Regel Mitarbeiter mit gefälschten Nutzerprofilen - 1,99 Euro bezahlen.
Die Durchsuchungen seien Teil der derzeit bundesweit laufenden Ermittlungen gegen betrügerische Internetdienstleister, sagte Wick. Bei der Bezirkskriminalinspektion war eigens eine Ermittlungsgruppe !SMS-Chat" gebildet worden. Im vergangenen Dezember war die Kieler Behörde erstmals gegen die Anbieter dieser Partnervermittlung vorgegangen. Vor kurzem wurden auch die Geschäftsräume weiterer Internetdienstleister in München durchsucht.

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